Neue Stiftungsprofessur für Mikrovaskuläre Biologie und Pathobiologie

An der Fakultät für Klinische Medizin Mannheim der Universität Heidelberg wird eine Stiftungsprofessur zur Erforschung und Therapie von Gefäßerkrankungen eingerichtet.

21.10.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies gab Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankberg am 19. Oktober in Stuttgart bekannt. Die "Franz-Volhard-Stiftungsprofessur für Mikrovaskuläre Biologie und Pathobiologie" wird nach dem 1950 verstorbenen, hochangesehenen Arzt, Bluthochdruckexperten und Nierenforscher Prof. Dr. Franz Volhard benannt, der von 1908 bis 1918 an den damaligen städtischen Krankenanstalten Mannheim als Ärztlicher Direktor tätig war. Stifter ist das Universitätsklinikum Mannheim, das hierfür einen Betrag in Höhe von vorerst rund 400.000 Euro für zunächst fünf Jahre bereitstellt. Die Stiftungsprofessur wird vor Ablauf der Förderung evaluiert. Bei einer positiven Bewertung ist eine Verlängerung der Förderung um mindesten weitere fünf Jahre vorgesehen.

Die Stiftungsprofessur soll sich unter anderem mit der Entwicklungs- und Molekularbiologie der Gefäßwand befassen sowie mit der Diagnostik und Therapie von Gefäßkrankheiten durch moderne Verfahren einschließlich des Einsatzes von Stammzellen. Ziel ist es, die grundlagenwissenschaftliche Kompetenz im Bereich der Gefäßforschung auszubauen und im Zusammenhang mit der Einwerbung von Drittmitteln zu stärken. Darüber hinaus soll die Umsetzung der experimentellen Grundlagenforschung in die klinische Anwendung verstärkt werden. Eine Intensivierung der Kooperationen mit Großforschungseinrichtungen in der Region Mannheim-Heidelberg, vor allem mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und dem European Molecular Biology Laboratory, ist geplant.

"Ich begrüße es sehr, dass sich die Universität Heidelberg bereit erklärt hat, die Professur nach Ende der Förderung aus fakultätseigenen Ressourcen weiterzuführen", erklärte Minister Frankenberg. "Die Universität Heidelberg hat mit ihrem Engagement erneut deutlich gemacht, dass sie mit einer Profilschärfung im Bereich der Gefäßerkrankungen weitere Akzente setzen wird", so Frankenberg.

Die neue Stiftungsprofessur ergänzt eine in Mannheim zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum bereits eingerichtete und von der Firma Aventis geförderte Stiftungsprofessur. Sie soll den im Rahmen eines Gradiertenkollegs und eines Transregio-Sonderforschungsbereichs geförderten Forschungsschwerpunkt "Vaskuläre Medizin" der Mannheimer Fakultät auf dem Weg zur Exzellenz weiter voranbringen.


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