Neuer innovativer Forschungsbau für die Uni - Zentrum für Optische Quantentechnologien sichert Spitzenforschung in Hamburg

Der Exzellenzstandort der Physik in Hamburg wird weiter ausgebaut. Der Senat hat beschlossen, den Forschungscampus Hamburg-Bahrenfeld um einen Neubau für das Zentrum für Optische Quantentechnologien (ZOQ) zu erweitern.

26.06.2008 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Mit dem neuen Zentrum soll das an der Universität Hamburg bestehende Fachwissen im Bereich Laserphysik und Photonik gebündelt und mit einem innovativen, internationalen Gastwissenschaftlerprogramm kombiniert werden. Ziel sind die Entwicklung und mögliche Anwendung optischer Quantentechnologien, die dafür geeignet sind, atomare, molekulare oder fest-körperähnliche Systeme auf atomarer Skala zu untersuchen, zu kontrollieren und zu manipulieren.

Wissenschaftssenatorin Dr. Herlind Gundelach: "Mit dem ZOQ verbinden wir hochkarätige Spitzenforschung mit theoretischen und experimentellen Methoden und schaffen ein in dieser Art einzigartiges Umfeld für innovative zukunftsträchtige Projekte. Ich verspreche mir damit völlig neuartige Entwicklungen im Bereich der optischen Quantentechnologien. Das Konzept des Forschungsbaus hat darüber hinaus Modellcharakter und wird als eine Art "User Facility" für diesen Bereich der Physik international einmalig sein. Wir wollen damit insbesondere den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern."

Präsidentin der Universität Hamburg, Prof. Dr.-Ing. habil. Monika Auweter-Kurtz: "Unser Forschungsbereich Laserphysik ist bereits heute weltweit sehr anerkannt und hat große Anziehungskraft auf den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein Großteil der Doktorandinnen und Doktoranden kommt schon jetzt aus dem Ausland. Der neue Forschungsbau wird den Anforderungen, die aus dem Niveau der internationalen und interdisziplinären Zusammenarbeit entstehen, Rechnung tragen und den weiteren Ausbau unseres Forschungsschwerpunktes "Optische Quantentechnologien" ermöglichen. Ich bin überzeugt davon, dass wir hier internationale Maßstäbe setzen werden."

Wichtige Anwendungsfelder sind dabei neue Systeme für die Quanteninformationsverarbeitung, neue Präzisionsmessungen in der Physik und neuartige Lasersysteme. Ein hochrangiges Gastwissenschaftlerprogramm soll internationalen Spitzenforschern die Möglichkeit geben, in Interaktion mit Wissenschaftlern vor Ort in eigenen Forschungslabors für begrenzte Zeit auch experimentelle Projekte durchzuführen zu können.

Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rd. 9,2 Mio. Euro. Der Bund wird sich auf Empfehlung des Wissenschaftsrates wegen der herausragenden Forschung am ZOQ mit Investitionsmitteln für Forschungsbauten von rund 3,2 Mio. Euro beteiligen.

Der Baubeginn ist für Herbst 2008 geplant. Es wird von einer Bauzeit für das Projekt von 20 Monaten ausgegangen.

Hintergrund:
Der Standort Bahrenfeld der Universität Hamburg – in Kooperation mit dem Deutschen Elektronen Synchrotron (DESY) und den Max-Planck-Gruppen des "Center for Free Electron Lasers" (CFEL) – soll sich zum Exzellenzstandort der Physik in Hamburg entwickeln. Ziel ist die Fokussierung von Spitzenforschung, damit Hamburg seine schon jetzt hervorragende Stellung in diesem Bereich der Physik weiter zu einem Zentrum für ´Quantentechnologien´ ausbauen kann. Der Campus gehört zu den international führenden Zentren in diesem Bereich der Physik.


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