Neuerungen im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU

Mit einer ersten zentralen Informationsveranstaltung über die künftigen Ziele, Inhalte und Kooperationsformen des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union (2007 bis 2013) haben heute das Wirtschaftsministerium, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie das Steinbeis Europazentrum mehr als 300 Vertreter aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen des Landes informiert.

06.10.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Am 6. April 2005 hat die EU-Kommission ihren Vorschlag für das 7. Forschungsrahmenprogramm (FRP7) veröffentlicht. Mit dem neuen Programmentwurf, der eine größere Freiheit bei der Auswahl der Mittel als bisher vorsieht, könne erreicht werden, dass die Beteiligung an EU-Forschungsprojekten für kleine und mittlere Unternehmen wieder interessanter werde, sagte der Ministerialdirektor im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium, Dr. Friedrich Bullinger, in seiner Eröffnungsrede. Als Amtschef des Wirtschaftsministeriums eines Landes, in dem es eine Vielzahl von kleinen und mittleren Unternehmen gebe, zeigte Bullinger sich besorgt über den Rückgang bei deren Forschungsbeteiligung. Die kleinen und mittleren Unternehmen seien dringend darauf angewiesen, ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit ständig zu verbessern. Würden sie sich nicht an internationalen Forschungsprojekten beteiligen, entginge ihnen auch die Chance, dies durch internationale Kontakte und Kooperationen zu erreichen, so Bullinger.

Gemeinsames Ziel des Wirtschafts- und des Wissenschaftsministeriums sei es daher, frühzeitig den Zugang zum neuen Forschungsrahmenprogramm für die Antragsteller zu ebnen und zu verhindern, dass das als zu kompliziert empfundene Verfahren Interessierte davon abhält, sich an Projekten zu beteiligen. Als Ansprechpartner für die Einwerbung europäischer Fördergelder und die Durchführung europäischer Projekte stehe den Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen in Baden-Württemberg auf Anfrage das Steinbeis-Europa-Zentrum zur Seite.

Ministerialdirigent Dr. Heribert Knorr aus dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bezeichnete die baden-württembergischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen als "Motoren der Innovation", die eine treibende Kraft in der europäischen Forschung bilden. "Baden-Württemberg ist das Bundesland, dessen Universitäten im Jahr 2004 in Deutschland die höchsten Einnahmen aus den EU-Forschungsrahmenprogrammen erzielt haben. Wir sind deshalb sehr daran interessiert, dass das Budget des 7. Forschungsrahmenprogramms so verabschiedet wird, wie es die Kommission vorgeschlagen hat."

Direktor Dr. Richard Escritt (Großbritannien) von der Generaldirektion Forschung der EU-Kommission betonte in seinem Vortrag, dass der Umfang des Forschungsrahmenprogramms für den Bereich der Europäischen Gemeinschaften 72,2 Mrd. _ betragen soll und entgegen den bisherigen Gepflogenheiten auf sieben Jahre angelegt worden sei. Die dreijährige Verlängerung der Programmzeit bringe mehr Planungssicherheit für die Forscher. Um die wissenschaftlich-technologischen Kapazitäten der europäischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu stärken und das Forschungsniveau in Europa insgesamt zu erhöhen, plane die EU-Kommission, alle in der europäischen Forschung üblichen Formen der Zusammenarbeit auszuschöpfen und unter Beteiligung der Europäischen Investitionsbank auch neue Finanzierungsinstrumente bereitzustellen. Die Palette der Zusammenarbeit reiche von gemeinsamen Projekten und Netzen bis hin zur Koordinierung einzelstaatlicher Forschungsprogramme, zur Durchführung gemeinschaftlicher Technologie-Initiativen und zur Entwicklung gesamteuropäischer Infrastrukturen. Erstmalig solle die Grundlagenforschung in den Förderkanon aufgenommen werden; Zahl und Vielfalt der Stipendien zur Förderung der internationalen Mobilität sowie der Flexibilität zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollten wirkungsvoll gesteigert werden.

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