Neues Landeshochschulgesetz wird in den Landtag eingebracht

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg sieht seine Hochschulpolitik durch die Resonanz der Wirtschaft auf das neue Landeshochschulgesetz ein weiteres Mal bestätigt. "Vertreterinnen und Vertreter des Landesverbandes der baden-württembergischen Industrie, des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages sowie die Landesvereinigung baden-württembergischer Arbeitgeberverbände haben das neue Gesetz unisono begrüßt. Sie sehen darin einen entscheidenden und notwendigen weiteren Schritt auf dem Weg zu noch leistungsfähigeren Hochschulen", sagte Frankenberg am 10. November in Stuttgart anlässlich der ersten Lesung des Gesetzes im Landtag.

10.11.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Frankenberg hob hervor, dass vor allem die Bestimmungen zu Autonomie, Profilbildung und Wettbewerb Zustimmung fänden. Auch die neuen Leitungs- und Entscheidungsstrukturen würden nachdrücklich befürwortet. "Ich bin überaus froh, dass die Wirtschaft sich einhellig zum gestuften Studiensystem mit den international üblichen Abschlüssen Bachelor und Master bekennt. Die Akzeptanz der neuen Studiengänge steht und fällt mit der Anerkennung durch die Arbeitgeber", betonte der Minister. Das Gesetz soll Anfang 2005 in Kraft treten.

Die Stellungnahmen wurden im Zuge des Anhörungsverfahrens abgegeben. Darin heißt es unter anderem (Auszüge):

"Die Industrie- und Handelskammern des Landes begrüßen die eingeleitete Hochschulreform, die sich in weiten Teilen mit den Vorstellungen der Wirtschaft hinsichtlich Autonomie, Profilbildung und Wettbewerb im Hochschulsektor deckt. Um im internationalen Forschungs- und Bildungswettbewerb bestehen zu können, braucht Baden-Württemberg effiziente und wettbewerbsfähige Strukturen an den Hochschulen. Wir unterstützten deshalb die vorgesehenen neuen Leitungs- und Entscheidungsstrukturen, die sich an Vorbildern aus der Wirtschaft orientieren. Die vorgesehenen Aufgabenbereiche von Vorstand und Aufsichtsrat erweitern die Verantwortungs- und Entscheidungsspielräume für Personal, Finanzen und Strukturen und begrenzen die verfassungsrechtlich gebotene Staatsaufsicht auf ein notwendiges Maß. Unsere volle Unterstützung hat insbesondere auch die Studienstrukturreform nach dem Bachelor-/Master-Modell." (Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag)

"Der mit dem neuen Landeshochschulgesetz eingeleitete grundlegende Wandel der Strukturen an den Hochschulen in Baden-Württemberg ist aus Sicht der baden-württembergischen Industrie unerlässlich, damit ein weiterhin konkurrenzfähiges Hochschulsystem gewährleistet bleibt. (.) Insbesondere begrüßen wir die klare Fokussierung der Aufgaben von Aufsichtsrat, Vorstand und Senat, die stärkere Betonung der Eigenverantwortung der Hochschulen und die deutlich geringere Regelungsdichte sowie die drastisch verringerten Mitwirkungsrechte seitens des Ministeriums. Insgesamt sehen wir im LHG einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung und Weiterentwicklung des Hochschulstandortes Baden-Württemberg." (Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie)

"Die Arbeitgeberverbände in Baden-Württemberg sehen in dem vorgelegten Entwurf einen entscheidenden und notwendigen weiteren Schritt auf dem Weg zu noch leistungsfähigeren Hochschulen. Er schafft nach unserer Bewertung Rahmenbedingungen, die dazu beitragen, dass unsere Hochschulen und Universitäten im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe mithalten können. (.) Auf diesem Hintergrund bewerten wir besonders positiv den Abbau normativer Vorgaben durch Deregulierung und Delegation und die weitere Verbesserung der Handlungsfähigkeit der Hochschulen durch Stärkung der Leitungsstrukturen. Insbesondere gilt dies für die Weiterentwicklung des Hochschulrates zu einem Aufsichtsrat, die Einrichtung eines Vorstandes und die klare und eindeutige Zuordnung der erforderlichen Kompetenzen. Damit übernimmt die Hochschulpolitik bewährte und effiziente Organisationsprinzipien der Unternehmen." (Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände)


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden