Protest gegen Studiengebühren geht weiter

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die zahlreichen Klagen und Proteste gegen Studiengebühren in Baden-Württemberg. "Die Rektoren der Hochschulen sollten die Sorgen der Studierenden ernst nehmen und gemeinsam mit ihnen neue Verhandlungen mit der Landesregierung über die Einführung von Studiengebühren aufnehmen", sagte am Donnerstag (08.02.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

08.02.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Heftige Kritik äußert die GEW an Wissenschaftsminister Peter Frankenberg. "Im Landtag hält Frankenberg ein Plädoyer für die Freiheit der Wissenschaft, während seine Mitarbeiter im Ministerium Akten über die klagenden Studierenden anlegen. Wer es nötig hat, mit Einschüchterungsversuchen Politik zu machen, kann offenbar nicht mit sinnvollen Argumenten überzeugen", so Dahlem.

Baden-Württemberg bietet besonders schlechte Konditionen für Studierenden-Darlehen. Die Zinsen für das Studienbeitragsdarlehen sollen 7,2 Prozent betragen, während in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen die Zinsen zurzeit unter 6 Prozent liegen. Erschwerend kommt hinzu, dass es in Baden-Württemberg im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern keine Höchstgrenze für den Zinssatz geben soll.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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