Proteste gegen Studiengebühren gehen weiter

Die Bildungsgewerkschaft GEW ruft dazu auf, den Widerstand gegen das Bezahlstudium weiter fortzusetzen. "Die Boykottinitiativen haben es geschafft, dass ein bereits abgehaktes Thema wieder diskutiert und dabei immer wieder deutlich wird, dass wir gebührenfreie Bildungseinrichtungen brauchen", sagte am Freitag (16.02.) in Stuttgart der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

16.02.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW, in der mehrere tausend Studierende Mitglied sind, wird die Proteste weiter unterstützen. "Immer wieder zeigen Studien, dass das größte Problem Deutschlands die Chancenungleichheit ist. Wir hoffen, dass durch die zahlreichen Prozesse und weiteren Proteste endlich erkannt wird, dass wir eine Öffnung der Hochschulen und nicht einen sozialen Numerus Clausus brauchen", sagte Dahlem.

Studiengebühren stellen die Chancengleichheit beim Hochschulzugang und im Studium grundsätzlich in Frage. Nach der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks studieren zwar 85 von 100 Kindern aus einkommensstarken Schichten und Akademikerfamilien, aber nur 11 von 100 Kindern aus einkommensschwachen und bildungsfernen Schichten schaffen den Sprung an die Hochschulen.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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