Proteste gegen Studiengebühren

Studierende, Hochschulangestellte, Schüler/innen und Eltern sind am kommenden Mittwoch (30.11.) zu landesweiten Protesten gegen die geplanten Studiengebühren in Baden-Württemberg aufgerufen. In Stuttgart werden mehrere tausend Demonstrant/innen erwartet, während im Landtag die Diskussion über den Gesetzentwurf zur Einführung von Studiengebühren beginnt.

25.11.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Deutschland ist im internationalen Vergleich das Land, in dem der Bildungserfolg am stärksten durch die soziale Herkunft bestimmt wird. Durch Studiengebühren wird sich dieser alarmierende Zustand weiter verschärfen. Wir brauchen mehr und nicht weniger Studierende. Durch die Einführung von Studiengebühren werden junge Menschen vom Studium abgehalten", sagte am Freitag (25.11.) Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor Journalisten. Die Bildungsgewerkschaft ist Teil eines Aktionsbündnisses für ein gebührenfreies Studium.

"Wenn pro Semester 500 Euro gezahlt werden müssen, wird vielen der Zugang zu den Unis versperrt. Gleichzeitig erhöht sich der Druck auf alle Schüler/innen, da immer mehr Schulabgänger um gebührenfreie Ausbildungen konkurrieren werden", sagte Malena Alderete, eine Sprecherin der Studierenden. Die Student/innen sind auch empört, dass entgegen früherer Ankündigungen auch Bafög-Empfänger Gebühren zahlen sollen.

Die Demonstration am 30.11. beginnt um 13 Uhr in der Lautenschlagerstraße gegenüber dem Hauptbahnhof. Der Demonstrationszug führt von dort zum Rotebühlplatz und wieder zurück zur Abschlusskundgebung in der Lautenschlagerstraße. Weitere Informationen: www.gew-bw.de.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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