Prüfung der Nutzungsbedingungen am Neubau der Hochschule Furtwangen abgeschlossen

Der Informatik-Neubau an der Hochschule Furtwangen steht im Rahmen von interdisziplinären Aktivitäten allen Studierenden offen. Zu diesem Ergebnis kam eine von Staatssekretär Dr. Dietrich Birk veranlasste steuerrechtliche Prüfung zu den Nutzungsbedingungen. "Die Verknüpfung bestehender mit neuen Lehrveranstaltungen kann besondere Lernerfolge erzeugen. Wissenschaftliche und pädagogische Gründe sprechen für interdisziplinäre Kurse. Daher ist das Ergebnis der Prüfung zu den Nutzungsbedingungen am Neubau der Hochschule Furtwangen sehr begrüßenswert." Dies erklärte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Dietrich Birk, am 7. Februar in Stuttgart.

08.02.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der Neubau für die Informatik an der Hochschule Furtwangen wurde am 10. November übergeben. Er beherbergt Studierende der Fächer "Online.medien", Wirtschaftsnetze" sowie "Computer Science in Media". Die Baukosten von rund 9,5 Millionen Euro wurden zur Hälfte aus der dritten Zukunftsoffensive" Junge Generation" und zur Hälfte aus Bundesmitteln finanziert. Hinzu kamen Ausstattungskosten in Höhe von rund 2 Millionen Euro. Aufgrund steuerrechtlicher Bedenken konnte die Nutzung des Gebäudes für Studierende anderer Studiengänge zunächst nicht frei gegeben werden. Die Landesstiftung darf nur neue, gemeinnützige und innovative Projekte fördern. Eine Dauerförderung und die Übernahme von Aufgaben, die zuvor das Land erfüllte, sind ausgeschlossen. Andernfalls verfällt die Steuerbefreiung.

Eine Prüfung zur Steuerschädlichkeit kam nun zu dem Ergebnis, dass der Nutzerkreis für das Gebäude auf interdisziplinäre Aktivitäten mit anderen Studienfächern erweitert werden kann. Vorausgesetzt, dass die interdisziplinären Kurse im Rahmen der neuen Studiengänge tatsächlich angeboten und genutzt werden, kann die vernetzte Ausbildung im Neubau stattfinden. Damit ist ein überwiegender Teil der vorstellbaren Nutzungen steuerrechtlich unproblematisch.

"Die im Informatikneubau untergebrachten Bachelorstudiengänge "Online.medien", "Wirtschaftsnetze" sowie der Masterstudiengang "Computer Science in Media" sind gut angelaufen und verzeichnen eine starke Nachfrage. Besonders hervorzuheben ist der bundesweit einmalige siebensemestrige Bachelorstudiengang "Wirtschaftsnetze". Mit diesem ausschließlich Frauen offenstehenden Studienangebot soll die Erhöhung des Frauenanteils in informatikspezifischen Berufen und mittelfristig eine starke Präsenz von Frauen in Führungspositionen erreicht werden", sagte Staatssekretär Birk.

In dem Neubau sind auf rund 2600 Quadratmetern Nutzfläche Laborräume für medien- und informatikorientiertes studentisches Arbeiten, Büroräume für Dozenten und Hör- und Seminarraume untergebracht. Herzstück ist der rund 350 Quadratmeter große Sonderbereich für Medientechnik. Diese so genannte "Black-Box" umfasst das Video-/ Tonstudio mit den notwendigen Regieräumen und Schnittplätzen. Nach außen zeigt sich der Neubau mit einer geschlossenen Lochfassade, die mit ihrer Verkleidung aus Holzschindeln ortstypische Bezüge aufnimmt.


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