Beschluss

Qualitätsschub für Wissenschaft und Forschung

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat heute ein Paket von drei Wissenschaftspakten beschlossen. Damit erhält das deutsche Wissenschaftssystem in den kommenden Jahren einen enormen Qualitätsschub.

03.05.2019 Bundesweit Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung
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Das Paket besteht aus drei Bund-Länder-Vereinbarungen:

  1. Mit dem "Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken" verbessern Bund und Länder gemeinsam dauerhaft die Qualität von Studium und Lehre und stellen ein angemessenes Studienangebot sicher.
  2. Mit der Vereinbarung "Innovation in der Hochschullehre" wird die Erneuerungsfähigkeit der Hochschullehre und ihre Sichtbarkeit und Bedeutung gestärkt; erstmals wird die Förderung innovativer Lehre institutionell verankert.
  3. Der "Pakt für Forschung und Innovation" wird in den Jahren 2021-2025 mit klaren Zielvereinbarungen fortgeschrieben. Dies ist ein deutliches Signal für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, sagt zum heutigen Beschluss: "Heute ist ein guter Tag für die Wissenschaft in Deutschland. Mit der Vereinbarung zwischen Bund und Ländern über die drei Wissenschaftspakete stärken wir die Hochschulen und unsere exzellente Forschung. Bund und Länder investieren in den kommenden 10 Jahren über 160 Milliarden Euro in die Zukunft Deutschlands. Heute ist aber auch ein guter Tag für alle Bürgerinnen und Bürger. Deutschland wird innovativ bleiben. Wir sichern damit langfristig den Wohlstand unseres Landes. Denn exzellente Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind die entscheidende Grundlage für unsere wirtschaftliche Stärke und den Wohlstand von morgen und übermorgen.

Ich bin froh, dass wir uns als Bund nach intensiven Verhandlungen mit den Ländern auf ein gemeinsames Paket zu allen drei Pakten geeinigt haben. Dieser Erfolg ist eine gute Nachricht für die Forschenden und Studierenden in Deutschland. Mit dem unbefristeten "Zukunftsvertrag Studium und Lehre" und der Vereinbarung "Innovation in der Hochschullehre" übernimmt der Bund noch mehr und dauerhaft Verantwortung für ein starkes Hochschulsystem.

Den "Pakt für Forschung und Innovation" schreiben wir fort, bereits zum vierten Mal. Wir geben unseren hervorragenden Wissenschaftsorganisationen finanzielle Planungssicherheit und erweitern sogar ihre Möglichkeiten. Wichtig ist mir, dass die Kommunikation und der Transfer von Forschungsergebnissen in Wirtschaft und Gesellschaft weiter verbessert werden. Dies ist Inhalt der Zielvereinbarungen.

Insgesamt müssen wir in Deutschland Bildung, Forschung und Innovation noch viel mehr Bedeutung beimessen. Die heutigen Beschlüsse sind ein Wegestein in diese Richtung. Deutschland muss ein Bildungs- und Forschungsland sein."

Der "Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken" und die Vereinbarung "Innovation in der Hochschullehre" haben von 2021 bis 2030 ein Gesamtvolumen in Höhe von 41,5 Mrd. Euro. Mit dem Pakt für Forschung und Innovation IV stellen Bund und Länder von 2021 bis 2030 insgesamt rund 120 Mrd. Euro für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen bereit.

Über die heute von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) getroffene Vereinbarung wird am 6. Juni 2019 von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und -chefs der Länder abschließend entschieden.


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