Schavan: "Bologna-Reformen auf gutem Weg"

"Die heutigen Beschlüsse der KMK werden den Bologna-Prozess maßgeblich vorantreiben und für mehr Akzeptanz bei allen Beteiligten sorgen. Entscheidend ist, dass die vorhandene Bandbreite bei der Länge des Bachelor-Studiums genutzt wird", sagte am Freitag Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Berlin anlässlich der Beschlüsse der Kultusministerkonferenz.

16.10.2009 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

"Bund und Länder werden die Hochschulen bei ihren Reformanstrengungen weiter unterstützen, und die Verantwortung der Hochschulen für Studienprogramme, Studieninhalte und die Qualität ihres Angebots ernst nehmen. Die Reformziele sind richtig, dies war auch Ergebnis meines Gesprächs mit Studierenden und Hochschulvertretern im Juli", erklärte Schavan.

Den Bachelor-Abschluss zu stärken und seine Akzeptanz bei Arbeitgebern und auch Hochschulen und Studierenden zu steigern, ist entscheidend für den Erfolg der neuen Studienstruktur. "Ermutigend sind die Ergebnisse einer aktuellen Befragung von Bachelor-Absolventen, die das Internationale Zentrum für Hochschulforschung INCHER-Kassel durchgeführt hat. Sie zeigen, dass diejenigen Bachelorabsolventen, die den Schritt in die Berufstätigkeit nach ihrem ersten akademischen Abschluss getan haben, gut vom Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Wenn noch mehr Bachelorstudierende ihren ersten Abschluss gemacht haben, wird sich auch ein weiterer Vorteil, die größere Vielfalt an möglichen Bildungswegen, zeigen", so die Ministerin. In der gestuften Studienstruktur können Hochschulbildung und Beruf besser miteinander verschränkt werden, etwa durch eine Phase der Berufstätigkeit nach dem Bachelor und ein anschließendes Masterstudium. Wissenschaftliche Weiterbildung wird an Bedeutung gewinnen und daher sind verstärkte Anstrengungen der Hochschulen erforderlich, sinnvolle Weiterbildungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Ministerin Schavan zeigte sich auch zufrieden, dass die Kultusminister der Länder konkrete Maßnahmen einfordern, um die Mobilität der Studierenden zu steigern. "Internationale Mobilität wird ein immer wichtigerer Bestandteil einer erfolgreichen Biographie. Wirtschaft und Wissenschaft sind interessiert an Absolventen, die sich im internationalen Kontext bewegen können, andere Sprachen sprechen und interkulturelle Kompetenzen erworben haben. Die Hochschulen müssen durch Mobilitätsfenster und Hochschulkooperationen mehr Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte schaffen."

Das BMBF fördert solche Maßnahmen insbesondere über den Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD. Auch die großzügige Anerkennung von Studienleistungen und Qualifikationen durch die Hochschulen ist eine entscheidende Voraussetzung für nationale und internationale Mobilität. "Sofern keine wesentliche Unterschiede bestehen, sollten die Hochschulen die Anerkennung erteilen. So fordert es auch die Lissabon-Konvention", sagte Schavan.


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