Schavan und Schäuble vereinbaren engere Zusammenarbeit von Forschung und IT-Sicherheit

Informations- und Kommunikationstechnologien sind im Alltag nicht mehr wegzudenken. Entscheidend ist, dass sie zuverlässig funktionieren, damit der Nutzer vor Datenmissbrauch geschützt wird. Deswegen haben sich jetzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesinnenministerium (BMI) in einer gemeinsamen Erklärung darauf geeinigt, Forschung und IT-Sicherheit noch enger zu verzahnen. So soll die IT-Sicherheit ein neuer Schwerpunkt der Forschungsförderung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien werden.

03.11.2008 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

"Den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien können wir nur dann begegnen, wenn wir die Themen Forschung und IT-Sicherheit enger verzahnen," sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Gemeinsam mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble machte sie in der Erklärung deutlich, wie sehr IT-Sicherheitspolitik und Innovationspolitik ineinandergreifen. So könnten beispielsweise Techniken erforscht werden, mit denen das Online-Banking sicherer gemacht oder der kriminelle Zugriff auf öffentliche Datenbanken verhindert werde, erläuterten die Minister.

In unserer hoch technisierten Gesellschaft ist es entscheidend, Daten vor illegalem Zugriff zu schützen und gleichzeitig die Verfügbarkeit der IT abzusichern. "Die Gefährdung der Informationstechnik in Deutschland durch kriminelle Attacken steigt seit Jahren kontinuierlich. Außerdem werden immer neue und raffiniertere Wege gesucht, um Sicherheitslücken zu nutzen. Um diesen Gefahren dauerhaft begegnen zu können, soll nun das Thema IT-Sicherheit ein neuer Schwerpunkt der Forschungsförderung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien werden", sagte Bundesinnenminister Schäuble.

Die Bundesforschungsministerin und der Bundesinnenminister haben vereinbart, Anfang 2009 ein Arbeitsprogramm IT-Sicherheitsforschung in Ergänzung zum zivilen Sicherheitsforschungsprogramm der Bundesregierung vorzulegen. Für eine Laufzeit von fünf Jahren wird das BMBF zunächst 30 Millionen Euro an Fördermitteln bereitstellen. "Wir wollen mit diesem Programm eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen Forschung und IT-Sicherheit erreichen", so Schavan. BMBF und BMI werden deshalb gemeinsam den Handlungsbedarf identifizieren und sowohl Ziele als auch gemeinsame Themen festlegen. Hierbei soll insbesondere die Sicherheit von IT-Systemen und IT-Infrastrukturen in den Blick genommen werden; außerdem sollen die dafür notwendigen Basistechnologien gesichert werden. Die gemeinsamen Aktivitäten in der IT-Sicherheitsforschung sind ein wichtiger Beitrag zum 3. IT-Gipfel der Bundeskanzlerin am 20. November 2008 in Darmstadt.

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