Serviceangebot bei der Hochschulzulassung: Hochschulen stimmen dem Fahrplan zu

Die 4. Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat gestern in Dortmund einen Fahrplan zur schrittweisen Einführung des diaologorientierten Verfahrens bei der Hoch­schulzulassung gebilligt. Der Fahrplan wurde in der vergangenen Woche zwischen Vertretern von HRK und Kultusministerkonferenz verhandelt. Danach soll zum kommenden Wintersemes­ter zunächst ein Übergangsverfahren helfen, die Mehrfachbewerbungen zu bearbeiten. Damit soll schnellstmöglich auf die wachsende Bewerberzahl und die Vielzahl der Mehrfachbewer­bungen reagiert werden.

19.11.2008 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

Am Ende soll ein transparentes, internet-gestützten Verfahren stehen, wie es die HRK vorge­schlagen hat. "Wir wollen ein Verfahren, bei dem die Hochschulen die Möglichkeiten zur Zulas­sung nach ihren Kriterien wahrnehmen und ein optimaler Service für die Studienbewerber ge­währleistet wird", sagte HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel heute vor der Presse in Berlin: "Die Situation, wie sie sich derzeit darstellt, ist für die Studienbewerber nicht zumut­bar. Es ist auch nicht hinnehmbar, dass Studienplätze frei bleiben."

Das Übergangsverfahren sieht vor:

  1. Onlinebewerbung um Zulassung zu gewünschten Studiengängen an Wunschhochschulen - cc ServicesteIle -
  2. Erstellung von Bewerberranglisten durch jede Hochschule - für jeden Studiengang -
  3. Übermittlung der Ranglisten an die ServicesteIle - bis 13.8.-
  4. Einsicht in Hochschulranglisten durch Bewerber - Statusabfrage -
    und Option auf Annahme eines Studienplatzangebotes - Folge bei Annahme: Immatrikulation, Streichung aus den anderen Hochschulranglisten -
  5. Bei Nichtannahme: Verbindliche Festlegung der Präferenzliste (Studienort / Studiengang) durch Be­werber - am 14.8.-
  6. Vermittlung der Studienangebote an Bewerber gemäß der Präferenzlisten durch ServicesteIle - vom 15.8. bis Anfang September -
  7. Immatrikulation

Parallel zu dem Übergangsverfahren wird das vereinbarte dialogorientierte Verfahren bis zum Ende des nächsten Jahres fertig gestellt, so dass es zum Wintersemester 2010/2011 eingesetzt werden kann.

Die Mitglieder der HRK einigten sich darauf, dass alle Hochschulen, die sich am Verfahren beteiligen, der ServicesteIle mitteilen, welche Studiengänge sie in das Verfahren einbringen wollen.

Der Bund gibt eine Anschubfinanzierung für die Entwicklung und Durchführung der Verfahren, wenn möglichst viele Hochschulen mitmachen.


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