Staatsvertrag: Mehr Flexibilität bei der Vergabe von Studienplätzen

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat heute den Gesetzentwurf zur Neufassung des Staatsvertrages über die Vergabe von Studienplätzen beschlossen. Die Hochschulen können danach auch in den ZVS-Studiengängen die Mehrzahl ihrer Studierenden selbst auswählen.

15.08.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Damit vollzieht der Staatsvertrag eine Regelung nach, die aufgrund einer Übergangsbestimmung im Hochschulrahmengesetz bereits seit dem Wintersemester 2005/2006 angewandt wird. Von größerer Bedeutung ist die Schaffung von Freiräumen für die Ermittlung von Studienplatzkapazitäten außerhalb des ZVS-Verfahrens. Bislang wurden für alle Studiengänge in Deutschland Studienplatzkapazitäten nach einheitlichen Grundsätzen und Standards ermittelt. Für die ZVS-Studiengänge, d.h. in Hamburg für die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Psychologie und Biologie behalten diese Grundsätze unverändert Geltung. Die Länder können für alle anderen Studiengänge jedoch künftig abweichende Bestimmungen treffen und so eine bessere Betreuungsrelation ermöglichen.

Wissenschaftssenator Jörg Dräger: "Unser zentrales Anliegen ist die Steigerung des Studienerfolgs an den Hamburger Hochschulen. Die Hochschulen brauchen hierzu mehr Spielraum in der Studiengestaltung und Schwerpunktsetzung, insbesondere bei der Umsetzung des Bachelor-Master-Studiensystems. Der neue Gesetzentwurf bedeutet auch Freiräume für Kapazitätsfestsetzungen, um die Betreuung der Studierenden zu verbessern."

Der Gesetzentwurf wird nun der Bürgerschaft zur Beratung und zum Beschluss übermittelt. Der Staatsvertrag tritt in Kraft, wenn alle Länderparlamente seiner Ratifikation zugestimmt haben.


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