Standards für Lehramtsstudium sichert Mobilität zwischen den Ländern

Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-geführten Länder Doris Ahnen begrüßt die Verständigung der Kultusministerkonferenz auf inhaltliche Anforderungen an das lehramtsbezogene Fachstudium. "Damit wird länderübergreifend die Vergleichbarkeit der Ziele und Anforderungen in den Lehramts-Studiengängen erreicht und die Mobilität und Durchlässigkeit für Lehramtsstudierende im deutschen Hochschulsystem gesichert", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin. Die Verständigung stelle überdies die wechselseitige Anerkennung der Studienleistungen und Studienabschlüsse zwischen den Ländern sicher.

17.10.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Die von der Kultusministerkonferenz eingesetzte Arbeitsgruppe hat hervorragende Arbeit geleistet", lobte Ahnen. Rheinland-Pfalz, das den Vorsitz dieser Arbeitsgruppe innehatte, habe großen Wert darauf gelegt, Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftlern, Fachverbände, wissenschaftliche Gesellschaften, Kirchen und Lehrerorganisationen in die Aufgabenstellung einzubinden, für über 20 Fächer des Lehramtsstudiums sogenannte "Fachprofile" zu erarbeiten, die im Einzelnen beschreiben, was Studierende am Ende ihres Studiums wissen und können sollen und welche Inhaltsbereiche deshalb der Studienplan der Fächer enthalten muss. Dazu zählten auch die fachdidaktischen Anforderungen.

Für den Vorsitzenden der KMK-Arbeitsgruppe, Professor Dr. Hermann Saterdag (Rheinland-Pfalz), ist die enge Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und einschlägigen Organisationen bei der Entwicklung der Fachprofile eine wichtige Voraussetzung für ihre erfolgreiche Umsetzung. "Die ersten Entwürfe für jedes Studienfach wurden von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorgelegt, die von der KMK dafür beauftragt worden waren, und auf dieser Grundlage mit ihnen weiterentwickelt." Besonders erfreulich sei, dass Fachverbände und wissenschaftliche Gesellschaften die Möglichkeit der Mitwirkung umfassend genutzt hätten.

Mit der Vorgabe der Fachprofile setze die Kultusministerkonferenz einen Rahmen, der den Ländern und den Universitäten die Möglichkeit gebe, in der weiteren fachwissenschaftlichen Ausgestaltung selbst Schwerpunkte und Differenzierungen, aber auch zusätzliche Anforderungen festzulegen, sagte Ahnen.

Zusammen mit den bereits Ende 2004 beschlossenen Standards für die Bildungswissenschaften bildeten die inhaltlichen Anforderungen an das Studium der Unterrichtsfächer die Grundlage für die Akkreditierung und Evaluierung der lehramtsbezogenen Studiengänge.

Ministerin Ahnen merkte überdies an, dass ihr Land mit der Entwicklung von Kerncurricula für alle lehramtsbezogenen Studienfächer in Rheinland-Pfalz vor wenigen Jahren einen Systemansatz für die Reform der Lehrerbildung vorgelegt habe, der bundesweit beachtet und in die KMK-Arbeitsgruppe eingebracht worden sei.


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