Aktionstag

Statt wenige Elite-Unis solide Ausstattung aller Hochschulen

Die Gewerkschaften ver.di und GEW setzen sich für eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen in Baden-Württemberg ein. Ziel muss einer verbesserten Grundfinanzierung sein, die Finanzierung aller Universitäten und Hochschulen nachhaltig zu stärken. Im gleichen Atemzug die Fortführung der Exzellenzinitiative und Zulagen für Spitzen-Nachwuchskräfte zu fordern, widerspricht diesem Ziel.

21.05.2014 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Die Arbeitsbedingungen für den Mittelbau und den nichtwissenschaftlichen Bereich muss verbessert werden, um für die Beschäftigten Verlässlichkeit zu schaffen und den Karriereweg innerhalb der Hochschulen attraktiver zu machen. Das ist im Interesse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch von Kontinuität und Qualität von Forschung und Lehre", sagte am Mittwoch (21.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW.

"Die Länder müssen zu einer geregelten Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft und Forschung und das Kooperationsverbot abschaffen. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ist gefordert, die finanziellen Voraussetzungen zu schaffen, damit der Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg weiter eine gesicherte Zukunft hat", sagte Leni Breymeier, Landesvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft verdi.

Am Mittwoch den 21. Mai 2014 findet ein landesweiter Aktionstag an allen Universitäten Baden-Württembergs gegen weitere Einschnitte im Solidarpakt III statt. Die drei großen Wissenschaftsorganisationen Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Wissenschaftsrat (WR) rufen am Aktionstag alle Angehörigen der Universitäten in Baden-Württemberg auf, für die Finanzierung ihrer Einrichtung ein Zeichen zu setzen und die Geschlossenheit ihrer Universität zu zeigen.

GEW und ver.di rufen die Beschäftigten und Studierenden auf, den Aktionstag zu nutzen, um über die Arbeits- und Studienbedingungen an den Universitäten zu diskutieren.

Die seit über einem Jahr laufenden Verhandlungen zum Solidarpakt III, in dem die Grundfinanzierung der baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen für den Zeitraum von 2015 bis 2020 festgeschrieben werden, werden neu verhandelt. Trotz intensiver Bemühungen und Verhandlungen um eine verlässliche Finanzierungsgrundlage sind die Gewerkschaften in großer Sorge, dass den Universitäten und Hochschulen keine Verbesserung ihrer finanziellen Ausstattung zugesagt wird. Ein Lippenbekenntnis der Landesregierung reicht nicht aus. Ver.di und die GEW fordern die Landesregierung zu mehr Transparenz in Bezug auf die Verhandlungen auf.

Stark gestiegene und weiter steigende Studierendenzahlen, gestiegene Kosten für Energie, Tarifsteigerungen sowie erhöhte Anforderungen für die Einwerbung von Drittmittel sind die Rahmenbedingungen, denen sich die Landesregierung bei den Neuverhandlungen des Solidarpakts III stellen muss.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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