Studie „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich“ zeigt in vielen Punkten Spitzenwerte für Baden-Württemberg

Am 12. September hat die OECD den jährlich erscheinenden Bericht „Bildung auf einen Blick (Education at a Glance)" vorgelegt. Dieser beinhaltet eine Vielzahl von Indikatoren zu bildungspolitsichen Fragestellungen im internationalen Vergleich.

13.09.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Erstmals wird der Bericht durch die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder herausgegebene Studie "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" flankiert, die ein Benchmarking auf der Ebene Bundesländer ermöglicht. "Es ist erfreulich, dass Baden-Württemberg in vielen der internationalen Vergleichskategorien gut abschneidet. Die Ergebnisse bestätigen die hohe Technik-Kompetenz der Hochschulen im Land. Diese Stärke werden wir im Rahmen des Programms "Hochschule 2012" weiter ausbauen. Die Resultate bei anderen Indikatoren sind aber gleichzeitig auch Ansporn für Verbesserungen," erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg dazu am 13. September.

Wichtige Ergebnisse sind aus Sicht des Ministers:

  • Mehr als jeder dritte Hochschulabsolvent (36 Prozent) im Land erwarb im Jahr 2004 einen Abschluss in einem naturwissenschaftlichen oder technischen Studienfach. Im internationalen Vergleich liegt nur Südkorea mit 39 Prozent vor den deutschen „Technikhochburgen“ Baden-Württemberg und Sachsen. Im OECD-Durchschnitt sind es 25 Prozent.

  • Mit einem Anteil von 21 Prozent der jungen Erwachsenen, die ein Hochschulstudium im Tertiärbereich A (Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen) im Jahr 2004 abschlossen, liegt Deutschland deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 35 Prozent. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass in Deutschland viele Qualifikationen im dualen System der beruflichen Ausbildung vermittelt werden. In Baden-Württemberg haben 22 Prozent eines Jahrgangs ein Studium erfolgreich absolviert, nicht eingerechnet sind die Absolventen der Berufsakademien. „Die gestuften Studiengänge Bachelor und Master sind bei uns im Kommen. Sie werden dazu beitragen, dass wir in Zukunft mehr Hochschulabsolventen haben“, so Frankenberg.

  • Die Bildungsausgaben im Hochschulbereich (einschließlich der Mittel für Forschung und Entwicklung) lagen im Jahr 2003 in Baden-Württemberg bei 15000 Euro pro Studierendem, rund 27 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt und damit an der Spitze in Deutschland. „In der Zukunft werden sich die privaten Ausgaben für Bildung in Deutschland steigern müssen, um internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen“, betonte der Minister.

  • 2,7 Prozent eines durchschnittlichen Altersjahrgangs haben in Baden-Württemberg im Jahr 2004 einen Doktortitel erworben, vergleichbar hohe Werte haben international nur die Schweiz mit 2,7 Prozent und Spitzenreiter Schweden mit 3,1 Prozent. Im Bundesländervergleich liegt Baden-Württemberg damit unter den Flächenländern an der Spitze. Nur die Stadtstaaten Hamburg und Berlin weisen höhere Werte auf. „Damit haben wir in Baden-Württemberg hervorragende Startchancen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, denn die besten Köpfe in Forschung und Lehre ziehen die besten Studierenden an“, sagte der Minister.


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