Studienfinanzierung: 21,4 Prozent der Hamburger Studierenden erhalten BAföG – weniger als im Bundesdurchschnitt

Rund 21,4 Prozent der 68.000 Hamburger Studierenden erhalten BAföG. Von den 14.584 BAföG-Empfängern im Jahr 2005 erhielten 6.209 (42,6 Prozent) den höchstmöglichen Förderbetrag von 585 Euro monatlich.

24.07.2006 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Im Bundesdurchschnitt erhalten rund 25 Prozent der knapp zwei Millionen Studierenden in Deutschland BAföG, davon wiederum 38,1 Prozent den Höchstsatz. Zum Vergleich: Die höchste Quote der Vollförderung hat Nordrhein-Westfalen mit 50,4 Prozent, die niedrigste Bayern mit 30,2 Prozent.

Die Zahl der BAföG-Empfänger stieg in Hamburg zwischen 2000 und 2005 von 9.740 auf 14.584. Dies entspricht einem Anstieg um 49,7 Prozent. Deutschlandweit betrug der Anstieg von 348.799 auf 506.880 BAföG-Empfänger im gleichen Zeitraum 45,3 Prozent. Der Grund für diesen bundesweiten starken Anstieg ist die BAföG-Reform im Jahr 2001, die den Kreis der Studierenden mit BAföG-Anspruch deutlich erweitert hat.

Das "Hamburger Abendblatt" hatte in seiner heutigen Ausgabe u.a. geschrieben, dass in Hamburg 42,6 Prozent aller Studenten eine BAföG-Vollförderung erhielten und daraus geschlossen, dass es in Hamburg immer mehr bedürftige Studenten gebe. Sowohl diese Zahl als auch die Interpretation der Daten des Statistischen Bundesamtes in der Überschrift "Hamburg hat die meisten BAföG-Studenten" ist grob falsch: In Hamburg gibt es weniger BAföG-Empfänger als im Bundesdurchschnitt. Außerdem wären die im Artikel genannten 42,6 Prozent BAföG-Vollgeförderten knapp 29.000 Studierende – gegenüber den tatsächlich mit dem Höchstsatz geförderten 6.209 Studierenden liegt das "Hamburger Abendblatt" um knapp 400 Prozent (!) daneben.


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