Studiengebühren

Nach Vorstellung von Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D. sollen die Hochschulen ab 2006 per Gesetz die Möglichkeit erhalten, Studiengebühren von bis zu 500 Euro pro Semester zu erheben. Die Entscheidung, ob sie diesen Rahmen ausschöpfen will, soll jede einzelne Hochschule für sich selbst treffen dürfen.

15.04.2005 Hamburg Pressemeldung Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung Hansestadt Hamburg

Damit folgt Hamburgs Wissenschaftssenator den Forderungen der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). In einem Beschluss der HRK vom 15. Februar 2005 heißt es: "Die Implementierung von Studienbeiträgen durch die Länder sollte allein dadurch geschehen, dass die Hochschulen zur Erhebung von Beiträgen bzw. zum Erlass einer entsprechenden Beitragsordnung ermächtigt werden. Außerdem sollen die Länder möglichst in bundeseinheitlicher Abstimmung Obergrenzen oder Korridore für die Studienbeitragshöhen definieren. Es muss aber den Hochschulen überlassen bleiben zu entscheiden, in welcher Höhe innerhalb des vorgegebenen Spielraums und für welche Studiengänge sie Beiträge einführen." Mitglieder der Hochschulrektorenkonferenz sind auch die Präsidenten der Hamburger Hochschulen.

Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D.: "Studienbeiträge sind sinnvoll und richtig. Deswegen werden wir einen gesetzlichen Rahmen zur Einführung von Studienbeiträgen schaffen. Die Entscheidung über die Erhebung von Gebühren sollte aber jede Hochschule in der Abwägung von Finanzbedarf, Leistungsangebot und Wettbewerbssituation selbst treffen. Nur so kann eine Hochschule Gebühren ihren individuellen Bedürfnissen gemäß gestalten. Die von den Hochschulen gegenüber der Politik stets eingeforderte Autonomie bedeutet, Entscheidungen selbst zu treffen - es gibt keine Schönwetterautonomie."


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