Studium

Test wird bundesweit für Studienwahl genutzt

Jedes Jahr überlegen viele Abiturientinnen und Abiturienten: Was studiere ich? Das Interesse an einer verlässlichen, unabhängigen und guten Orientierungshilfe ist groß.

03.04.2018 Bundesweit Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
  • © www.pixabay.de

Baden-Württemberg stellt seit Jahren den Studienorientierungstest www.was-studiere-ich.de online zur Verfügung. Die Auswertung für 2017 zeigt: über 700.000 absolvierte Tests – der Test leistet, was er verspricht! Damit haben seit Beginn im Jahr 2010 mehr als 5,7 Millionen Studieninteressierte den Orientierungstest absolviert.

„Das ist eine außerordentlich gute Resonanz. Wir möchten mit dem Test möglichst viele junge Menschen, die sich für ein Studium interessieren, ansprechen und ihnen eine persönliche Orientierungshilfe geben. Frühzeitige Information und Beratung zur Studienwahl sind elementar für den späteren Studienerfolg. Wer weiß, was er studieren möchte und wer sich seiner Wahl sicher ist, der ist auch motivierter und zufriedener im Studium“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Montag (2. April) in Stuttgart. Täglich rund 2.000 absolvierte Tests seien ein deutlicher Hinweis, dass der Test sein Ziel und seine Zielgruppe erreiche.

Welcher Studiengang passt zu mir?

Der von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelte, fach- und hochschulübergreifende Test ermittelt für jeden Nutzer ein persönliches Interessenprofil und empfiehlt dazu passende Studiengänge und Berufe. Wer möchte, kann nach dem Interessenstest noch seine Fähigkeiten prüfen und das Ergebnis dann mit den Anforderungen der Hochschulen abgleichen.

Dass der Test auch mögliche spätere Berufe nennt, ist eine Besonderheit. „Schulabgängerinnen und -abgänger schauen heute nicht nur auf ein passendes Studienfach, sondern haben oft schon im Blick, welche Berufe sie damit ausüben können“, erklärt die Testmitentwicklerin Ulrike Leitner von der Universität Konstanz. Insgesamt empfehlen 80 Prozent der Nutzer den Test weiter.

In Baden-Württemberg ist der Orientierungstest verbindliche Voraussetzung, um einen Studienplatz an einer baden-württembergischen Hochschule zu erhalten. Die Ergebnisse des Tests stehen nur den Testteilnehmern zur Verfügung. Der Hochschule ist lediglich die Teilnahmebestätigung vorzulegen.

„Die Entscheidung für ein Studium hat große Bedeutung für den weiteren Lebensweg junger Menschen. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Test zu einer guten Orientierung beitragen“, so Ministerin Bauer abschließend.

Weitere Informationen

Auch jetzt im Frühjahr steht der Test Studieninteressierten zur Verfügung, die im Herbst ein Studium beginnen möchten und die Entscheidungshilfe suchen. Bis zur Bewerbungsfrist am 15. Juli steigen die Nutzungszahlen regelmäßig an, um kurz vor dem 15. Juli Spitzenwerte zu erreichen.

Da der Test kostenlos im Internet zugänglich ist, wird er bundesweit für die Studienwahl genutzt. Es gibt aktuell keinen Test, der mehr Nutzer erreicht.

www.was-studiere-ich.de


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Ein Kommentar vorhanden

  • Jo Diercks 24.04.2018 12:53 Uhr
    Ich bezweifle die Richtigkeit der hier genannten Nutzerzahlen. Bei rund 500000 Studienanfängern pro Jahr in Deutschland stellt sich die Frage, wer denn die 700000 Testnutzer sein sollen? Selbst wenn man Österreich und die Schweiz hinzuzählt, übersteigt die genannte Zahl die Zahl der Studienanfänger deutlich. Auch wenn man noch Personen hinzuzählt, die dann letztlich doch kein Studium beginnen und vielleicht auch noch Nutzer in Erwägung zieht, die noch länger bis zu einem möglichen Studienbeginn haben (z.B. 11-Klässler) würde es quasi heißen, dass wirklich jeder Studieninteressierte das Angebot nutzt. Das halte ich aber allein schon wg. anderer verfügbarer Angebote wie z.B. den SIT, den Studicheck NRW oder hochschulindividuelle Angebote wie den HAW Studienwahl-Navigator aus Hamburg oder den Studyfinder aus dem Saarland für ausgeschlossen. So begrüßenswert es wäre, so viel Sitzfleisch haben die jungen Leute nicht…
    Ein Blick auf Similarweb liefert für was-studiere-ich.de eine Schätzung von 85000 Visits für März. Klar, die Daten sind immer etwas unscharf aber 85000 Visits in 60000 Testteilnahmen zu konvertieren ist quasi unmöglich. Und bei einer durchschnittlichen Verweildauer von knapp 5 Minuten auf der Website und 14 aufgerufenen Seiten ist auch eine komplette Testdurchführung schlicht nicht möglich… .
    Benedikt Hell, also einer der Entwickler des Tests, hat vor einigen Jahren in einem Fachartikel mal die Zahl von 380.000 vollständigen Nutzungen in 2,5 Jahren (2006 bis 2008) publiziert (https://books.google.de/books?id=IoMxYuyV8_IC&pg=PA10&lpg=PA10&dq=benedikt+hell+was-studiere-ich+nutzerzahl&source=bl&ots=cMRfZYGOmA&sig=Ir0wkuGEsSl4pIKiwOlqn92-L8o&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjWg-W5qJ7aAhVJZ1AKHUBsDdEQ6AEIRDAG#v=onepage&q=benedikt%20hell%20was-studiere-ich%20nutzerzahl&f=false)
    Wie es dann im Zeitraum 2010 bis heute 5,7 Millionen werden konnten, erschließt sich so noch viel weniger…
    Speziell in Zeiten von Fake News wäre ein Nachweis der genannten Zahlen wünschenswert, insb. wenn es sich um letztlich durch Steuergelder finanziertes Angebot handelt.
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