Trotz steigender Studierendenzahlen leichte Entspannung auf dem studentischen Wohnungsmarkt

"Im vergangenen Jahr hat sich die studentische Wohnraumsituation in Baden Württemberg - trotz steigender Studierendenzahlen - leicht entspannt. Dieser Erfolg ist auf die gemeinsamen Anstrengungen von Studentenwerken, privaten Investoren und Land zurückzuführen", teilte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 27. Juni 2006 in Stuttgart mit, nachdem der Ministerrat sich zuvor mit der Thematik befasst hatte.

28.06.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Mit vereinten Kräften sei es gelungen, ungeachtet der schwierigen finanziellen Lage mehr als 1.000 neue Wohnplätze zu schaffen, betonte Frankenberg. Auch weiterhin werde man alles Mögliche tun, um die Wohnraumsituation zu verbessern.

Allein im Jahr 2005 ist die Zahl der Studierenden im Land gegenüber dem Vorjahr (jeweils Wintersemester) um rund 5.000 auf knapp 262.000 gestiegen. Der Schaffung studentischen Wohnraums in Baden-Württemberg dienen nicht zuletzt verschiedene größere Neubaumaßnahmen. So konnte in Heidelberg zum Wintersemester 2005/2006 ein Neubauprojekt mit 185 Wohnplätzen realisiert werden, in Freiburg befindet sich ein neues Studentenwohnheim mit 161 Plätzen im Bau. Finanziert wurden beide Projekte aus Eigenmitteln des Studentenwerks, Darlehen und Zuschüssen des Landes. Frankenberg: "Baden-Württemberg stellt, neben Bayern, in den westlichen Bundesländern am meisten neuen Wohnraum für Studierende zu Verfügung. Für die hervorragende Bilanz sind wir den Studentenwerken zu Dank verpflichtet."

Eine besondere vermittelnde Funktion komme den Studentenwerken auch im Bereich von Public Private Partnerships zu. Der Minister bezog sich damit auf private Investitionen in studentischen Wohnraum, wobei diese in enger Abstimmung mit den Studentenwerken und dem Land erfolgen. Besonders erfolgreich sei bei der Einwerbung von Sponsorenmitteln das Studentenwerk Karlsruhe. Die Kooperation mit Unternehmen nehme in Karlsruhe vielfältige Formen von der Bereitstellung monetärer Mittel bis zur Spende sämtlicher Glasscheiben für ein neues Wohnheim, erläuterte der Minister. "Sehr erfreulich ist auch das Stuttgarter Kooperationsmodell. Aufgrund langfristiger Mietzusagen durch das Studentenwerk sind hier private Investoren in erheblichem Umfang dabei, studentischen Wohnraum zu schaffen."

Die Maßnahmen des Landes und der Studentenwerke erschöpften sich aber nicht in Zuschüssen zu Wohnheimbauten oder der Bereitstellung von Landesgrundstücken. "Mit der Aktivierung und Umnutzung von bereits vorhandenem Wohnraum können wir die Wohnungsmarktsituation für unsere Studierenden weiter verbessern", erklärte Frankenberg. Große Bedeutung komme der Aktivierung privaten Wohnraums für Studierende zu. Hier konnten die Studentenwerke allein im vergangenen Jahr mit Hilfe intensiver Werbemaßnahmen rund 13.000 Zimmer des privaten Wohnungsmarktes vermitteln. Abgerundet werde die Wohnraumversorgung der Studierenden im Land durch weitere geförderte Maßnahmen, so etwa durch Umnutzung bestehender Gebäude sowie Förderung von Wohnkapazitäten in Verbindung mit dem Baden-Württemberg-Stipendium der Landesstiftung.

Wissenschaftsminister Frankenberg: "Die vielfältigen Maßnahmen, welche die Studentenwerke in Eigenregie oder mit Unterstützung des Landes durchgeführt haben, sind insgesamt sehr erfolgreich gewesen, so dass wir hoffen, zum kommenden Wintersemester eine befriedigende Versorgung der Studierenden mit Wohnraum zu haben. Aufgrund der weiterhin steigenden Studierendenzahlen werden wir aber alle vorhandenen Möglichkeiten ausschöpfen müssen, um eine nachhaltig gute Wohnraumversorgung zu gewährleisten."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden