Umstellung auf Bachelor-Studiengänge soll möglichst bald erfolgen

Die hochschulrechtliche Anerkennung der Berufsakademieabschlüsse bedeutet einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Berufsakademien. Darin sind sich Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg und Vertreter der Studierenden der Berufsakademien einig. In einem turnusmäßigen Gespräch informierte der Minister über Folgen der jüngst getroffenen Entscheidung der Kultusministerkonferenz.

28.10.2004 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Danach haben Absolventen akkreditierter Bachelor-Studiengänge der Berufsakademien dieselbe Zugangsberechtigung zu Master-Studiengängen wie Absolventen anderer Hochschulen. "Wir arbeiten nun mit Hochdruck daran, dass die Umstellung auf Bachelor-Abschlüsse auch an den Berufsakademien möglichst bald erfolgen kann. Curricula für die ersten Bachelor-Studiengänge werden derzeit entwickelt", sagte Frankenberg am 28. Oktober in Stuttgart. Mit der Anfang nächsten Jahres in Kraft tretenden Hochschulreform würden wichtige Voraussetzungen für die Umstellung geschaffen.

Mit Blick auf die vorgeschriebene Akkreditierung der Studiengänge verwies der Minister darauf, dass hierfür mehrere Akkreditierungsagenturen zur Verfügung stünden. Positiv reagierte Frankenberg auf den Wunsch der Studierenden, auch künftig bei der Qualitätssicherung mitzuwirken. "Ein solches Engagement der Berufsakademiestudierenden begrüße ich sehr", so der Minister.

Ein weiteres Thema war das neue Landeshochschulgesetz, das die Studierendenvertreterinnen und -vertreter insgesamt als "gelungen" bezeichneten. Die Studierenden begrüßten es besonders, dass Eigen- und Fremdevaluierungen zur Bewertung der Lehre künftig verbindlich sein werden. Ihr Anliegen, die Zusammensetzung der Studierendenvertretungen künftig etwas variabler gestalten zu können, werde das Ministerium aufgreifen, versprach Frankenberg.

Besonders interessiert zeigten sich die Studierenden auch am Thema Studiengebühren. Minister Frankenberg stellte klar, dass er Studiengebühren befürworte, dass aber über Einzelheiten derzeit noch nicht gesprochen werden könne. Erst müsse das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes über das Studiengebührenverbot vorliegen, das Anfang nächsten Jahres zu erwarten sei. Die Sozialverträglichkeit sei durch das baden-württembergische Modell nachlaufender Studiengebühren gewährleistet.

Der Minister versicherte, dass er weiterhin großen Wert darauf lege, in regelmäßigen Abständen Gespräche mit Studierenden zu führen. Frankenberg: "Der Kontakt mit Ihnen ist mir sehr wichtig. Ich schätze die ruhige und sachliche Atmosphäre, in der die bisherigen Gespräche stattgefunden haben, und wünsche mir auch künftig einen konstruktiven Austausch."


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