Schleswig-Holstein

Uni-Streit um Lehrerbildung: GEW für rhetorische Abrüstung

Für eine "rhetorische Abrüstung" im eskalierenden Streit zwischen den Universitäten Kiel und Flensburg hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ausgesprochen. An die Stelle der hitzigen Standortdebatte um die Lehrerbildung in Schleswig-Holstein solle eine nüchterne und sachliche Diskussion treten.

08.04.2014 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Aus Sicht der GEW ist es richtig, die Lehrerbildung an der Universität Flensburg auszubauen. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel dürfen aber nicht von der Christian-Albrechts-Universität abgezogen werden. Schließlich muss auch dort in die Lehrerbildung investiert werden", brachte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn die Haltung seiner Gewerkschaft auf den Punkt. Die Universitäten sollten sich beim Ringen ums Geld nicht gegeneinander ausspielen lassen. "Mehr Geld für Bildung wird nicht aus der Bildung kommen. Beide Universitäten sind unterfinanziert, wie übrigens das gesamte Bildungssystem. Das zeigen zahlreiche Untersuchungen. Der Staat muss endlich seiner Verantwortung gerecht werden und Bildung ausreichend finanzieren."

Schleswig-Holstein kann nicht auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung der zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer an beiden Universitäten verzichten. Das steht für den GEW-Landesvorsitzenden außer Frage. "Gute Lehrerinnen und Lehrer sind der Garant für eine gute Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen. Deshalb brauchten auch sie die bestmögliche Lehrerausbildung. Gute Fachlichkeit muss mit guter Pädagogik und Didaktik einhergehen."

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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