Universität Koblenz-Landau richtet am Campus Koblenz eine neue Professur für Rechtsphilosophie ein

Premiere auf dem Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau: Am Fachbereich 2 (Kulturwissenschaft) wird eine Professur für Rechtsphilosophie eingerichtet. Den Startschuss dazu gaben heute Wissenschaftsministerin Doris Ahnen, Justizminister Dr. Heinz Georg Bamberger und der Präsident der Universität Koblenz-Landau, Professor Dr. Roman Heiligenthal, gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann und dem Vorsitzenden des Freundeskreises der Universität, Dr. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert bei einer Pressekonferenz in Koblenz.

25.11.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Die Professur ist das Ergebnis eines guten und intensiven Austauschs zwischen dem Land, den Koblenzer Justizbehörden, der Stadt Koblenz, der Hochschulleitung und dem Freundeskreis der Universität in Koblenz", erläuterte Wissenschaftsministerin Doris Ahnen.

Die Professur ergänze sehr gut bereits bestehende Angebote am Campus Koblenz wie die juristische Ringvorlesung ein. Sie biete vielfältige Anknüpfungspunkte in den Kulturwissenschaften und den Lehramtsstudiengängen.

"Mit der Einrichtung dieser neuen Professur schärft der Campus Koblenz weiter sein Profil", sagte Ahnen. Die Professur sei auch mit Blick auf einen hochschulübergreifenden Austausch in der Region hoch interessant. Die Ministerin verwies etwa auf Anknüpfungspunkte mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.

"Die Professur trägt dazu bei, den Campus Koblenz der Universität Koblenz-Landau noch besser in der Region zu verankern. Sie schafft wichtige Anknüpfungspunkte für eine weitergehende Zusammenarbeit mit den Justizbehörden der Stadt", bilanzierte die Ministerin.

Justizminister Bamberger begrüßte die Einrichtung der neuen Professur. "Ich freue mich sehr über die Einführung des neuen Lehrstuhls. Unser Rechtsstaat lebt von der Beteiligung mündiger Bürgerinnen und Bürger. Das Recht zur Gestaltung der Verhältnisse und die Wahrnehmung der grundrechtlich verbürgten Freiheitsrechte setzen die Kenntnis und den aufgeklärten Umgang mit diesen Rechten voraus. Ich hoffe, dass der Lehrstuhl für Rechtsphilosophie hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten wird", erklärte er dazu.

Erfreut äußerte sich auch der Präsident der Universität Koblenz-Landau, Professor Dr. Heiligenthal. "Wir begrüßen die Einrichtung der Professur für Rechtsphilosophie außerordentlich, da wir hiermit neue Akzente, insbesondere im Hinblick auf den Studiengang Ethik setzen können", sagte er. Dies zeige auch, "wie intensiv die Universität mit der Stadt und ihren Rechtsinstitutionen zusammenarbeitet", hob der Präsident hervor.

"Die Einrichtung des Lehrstuhls Rechtsphilosophie an der Universität in Koblenz entspricht einem lang gehegten Wunsch des Freundeskreises der Universität. Es ist aber auch ein sichtbares Zeichen eines sehr angenehmen und fruchtbaren Dialogs mit Ministerin Doris Ahnen und auch mit Justizminister Dr. Bamberger", erklärte der Vorsitzende des Freundeskreises der Universität, Dr. h.c. mult. Karl-Jürgen Wilbert.

"Der neue Lehrstuhl im Dunstkreis der Juristerei, der Philosophie, der Ethik wird der besonderen Note des nördlichen Rheinland-Pfalz gerecht, zu der insbesondere auch die Konzentration der Juristerei in Koblenz wie in kaum einer anderen Stadt Deutschlands gehört", sagte er.

Der neue Lehrstuhl stelle daher eine gute Verbindung zwischen der vielfältigen Gerichtsbarkeit vor Ort, dem Lehrangebot der Universität für die Studierenden und im Bereich der Weiterbildung - auch im Kontext mit anderen Hochschulen der Region - dar.


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