Wissenschaftsminister Frankenberg: Forschungspolitik ist die beste Innovationspolitik

"Wissenschaft, Forschung und technologische Innovation sind die Schlüssel für den zukünftigen Wohlstand in unserem Land. Forschungs- und Technologiepolitik stehen nicht beziehungslos nebeneinander, denn auch die Grenzen zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung werden zunehmend fließend. Dies gilt auch in zeitlicher Hinsicht. Die Verfahrensschritte finden immer weniger konsekutiv, sondern simultan statt." Dies sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg anlässlich der Präsentation des vom Röhm Verlag herausgegebenen Magazins "30 der Besten" am 29. März in Nagold.

29.03.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Kooperationen zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen einschließlich weiterer Partner haben im Innovationsgeschehen im Land zunehmend an Bedeutung gewonnen. Sie sind häufig in institutionalisierten Kompetenznetzwerken oder spezifischen Technologieplattformen strukturiert. Als Beispiele sind in diesem Zusammenhang unter anderem die BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, das Forum Luft- und Raumfahrt e.V., das Kompetenznetz Nanotechnologie oder die "Forschungsallianz Brennstoffzelle" zu nennen. "Das Land unterstützt diese Entwicklung zu einem stärkeren Miteinander und verbesserten Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen branchenorientierter Cluster mit Nachdruck", betonte der Minister.

Innerhalb dieser Innovationspartnerschaft von Staat und Wirtschaft bestehe, Frankenberg zufolge, die vorrangige Aufgabe des Staates darin, Forschung möglich zu machen, ausreichenden hochqualifizierten Nachwuchs auszubilden und eine international wettbewerbsfähige Infrastruktur für die Forschung an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bereitzustellen. "Das Land gewährt mit der institutionellen Förderung der Hochschulen und Forschungseinrichtungen hierzu eine verlässliche Grundfinanzierung, die notwendige Planungssicherheit bietet. Der Solidarpakt des Landes mit den Hochschulen hat hier eine große Rolle gespielt", sagte der Minister. "Der Staat kann jedoch nur im Sinne einer Hebelwirkung dazu beitragen, dass Innovationen und Arbeitsplätze durch die Wirtschaft geschaffen werden." Deren Aufgabe bestehe darin, das im Land vorhandene Wissen für die angewandte Forschung und Entwicklung aktiv zu nutzen, erfolgreich zu vermarkten und Arbeitsplätze in Hochtechnologiebranchen zu schaffen.

"Innovationspolitik hat im übrigen nur dann eine dauerhafte Chance auf Erfolg, wenn es uns gelingt, die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen und die Themen Bildung, Wissen, Kreativität und technologische Innovation noch mehr in der Mitte unserer Gesellschaft zu verankern", hob Wissenschaftsminister Frankenberg hervor.


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