Wissenschaftsminister unterstützt Do-it! Initiative für soziales Lernen an den Hochschulen

"Respektvoller, dialogorientierter Umgang mit Menschen ist etwas, was jeder Akademiker beherrschen sollte", erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 18. März in Stuttgart.

18.03.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

"Daher freue ich mich besonders über die Initiative der württembergischen Diakonie, Studierenden einen Einblick in andere Lebenswelten zu ermöglichen. Hier wird nicht nur das Hirn, sondern auch das Herz für Soziales gebildet."

Der Minister zeigte sich erfreut über das Projekt Do-it!, das Studenten Praktika in karitativen Einrichtungen ermöglicht. Die Praktika gehen über 40 Stunden im Semester, die Teilnahme wird zertifiziert. Rund 80 Studierende aus Baden-Württemberg haben so im letzten Semester die Chance genutzt, über den universitären Tellerrand hinauszuschauen. Sie engagierten sich in der Altenpflege, in Kindergruppen und der Hausaufgabenbetreuung, arbeiteten mit Behinderten und in Tafel-Läden, die von Supermärkten ausgemusterte Ware sehr günstig abgeben.

Neben der Sacharbeit stand dabei die persönliche Begegnung der Studierenden mit den Betreuten im Mittelpunkt des Programms. Dadurch blieb es nicht bei einem Einblick in andersartige Erfahrungswelten, sondern aktives Mitfühlen, Mithelfen und sogar Freundschaften entstanden.

"Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft setzt Gemeinsinn voraus", betonte Frankenberg. Durch dieses Engagement würden wichtige Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit und soziale Kompetenz gestärkt. Jungen Menschen werde die Möglichkeit geboten, die Gesellschaft in ihrer ganzen Bandbreite kennen zu lernen und Maßstäbe neu zu justieren.

Neben dem ideellen Nutzen für die freiwilligen Teilnehmer gibt es bei dem Seminar auch einen "Schein", der als Leistungsnachweis beispielsweise einer Bewerbung beigelegt werden kann und vielleicht den entscheidenden Impuls für ein Vorstellungsgespräch liefern kann. "Soziale Kompetenz, die heute bei vielen anspruchsvollen Leitungsaufgaben gefordert wird, erhält durch dieses Seminar für potenzielle Arbeitgeber eine ganz praktische und plastische Bedeutung im Qualifikationsprofil dieser Studierenden", so Frankenberg

Unterstützt wird das Projekt von McKinsey und Siemens, die der Initiative ein Beratungsstipendium gewährt haben, und von der Landesstiftung Baden-Württemberg, die das Projekt finanziell fördert. Das Wissenschaftsministerium steuerte im Projektausschuss strategisches Know-how für den Umgang mit Bildungsverantwortlichen bei.


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