Zehn Jahre Johannes-Rau-Stipendiaten

20 Jahre nach dem Fall der Mauer kann eine Gruppe junger Israelis im Oktober die Erinnerung an den Jahrestag dieses historischen Ereignisses hautnah erleben. Als Johannes-Rau-Stipendiaten halten sich 20 Schülerinnen und Schüler in Deutschland auf und besuchen dabei Berlin und Dresden. Neben Stationen, die an die deutsch-jüdische Geschichte erinnern, werden sich die jungen Israelis während des 13-tägigen Programms gemeinsam mit ihren deutschen Gastgebern auch auf Spurensuche zur jüngeren deutschen Geschichte begeben.

25.09.2009 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Geplant und durchgeführt wird das Programm, das bereits zum zehnten Mal stattfindet, vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz. Es geht zurück auf eine Initiative des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. In einer Rede vor dem israelischen Parlament während seines Staatsbesuchs im Jahr 2000 hatte dieser betonte, wie wichtig es sei, "dass sich die jungen Menschen unserer beiden Länder kennen lernen, sich gemeinsam mit der Vergangenheit auseinandersetzen und gemeinsam Zukunft suchen." In Israel stößt das Programm auch im zehnten Jahr auf großes Interesse: Rund 150 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren bewarben sich bei der Deutschen Botschaft mit einem Aufsatz um die Teilnahme. 20 von ihnen konnten anschließend auch in einem Auswahlgespräch überzeugen. Finanzielle Mittel für die Stipendien stellt das Auswärtige Amt bereit.

Vom 1. bis 6. Oktober wohnen die israelischen Schülerinnen und Schüler zunächst bei Gastfamilien in Baden-Württemberg (Hechingen, Überlingen), Bayern (Gauting), Berlin, Hamburg, Hessen (Gießen), Nordrhein-Westfalen (Duisburg, Mülheim an der Ruhr), Mecklenburg-Vorpommern (Parchim) und Sachsen (Taucha). In ihren Gastorten besuchen sie auch den Schulunterricht. Vom 7. bis 9. Oktober nehmen sie mit ihren 20 deutschen Partnerschülerinnen und -schülern an einem Seminar in Berlin teil. Neben gemeinsamer Projektarbeit steht ein Besuch auf Schloss Bellevue auf dem Programm. Dort werden sie vom Chef des Bundespräsidialamtes, Staatssekretär Dr. Gert Haller, empfangen. Im Auswärtigen Amt sprechen die Schülerinnen und Schüler mit Staatssekretär Reinhard Silberberg. Außerdem nimmt sich Christina Rau, die Frau des verstorbenen Bundespräsidenten, Zeit für ein Gespräch mit den Stipendiaten. Zum Abschluss des Programms geht es für zwei Tage nach Dresden. Der PAD ist gerne bereit, Kontakt zu den Schulen zu vermitteln, an denen sich die Johannes-Rau-Stipendiaten aufhalten. Ihr Ansprechpartner: Gottfried Böttger, Tel.: 0228 / 515-213, .


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