Zentren für Lehrerbildung sollen Lehramtsausbildung weiter verbessern

"Die baden-württembergischen Zentren für Lehrerbildung werden die Ausbildung für das Lehramt weiter verbessern. Die von den Universitäten hierfür vorgelegten Konzepte sind überzeugend. Bis September sollen die Geschäftsführungsstellen besetzt sein, so dass die Zentren dann voll arbeitsfähig sind." Dies erklärten Kultusministerin Dr. Annette Schavan und Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 16. Juni in Stuttgart.

16.06.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Landesregierung hatte die Einführung von insgesamt sieben Zentren für Lehrerbildung im Jahr 2003 beschlossen, um das Lehramtsstudium strukturell zu verbessern und den Stellenwert des Lehramtsstudiums innerhalb der Universitäten zu erhöhen. Anlass war unter anderem die Neustrukturierung der Lehrerbildung an Gymnasien und beruflichen Schulen und die damit verbundene Verstärkung der berufsbezogenen Studienanteile, etwa durch Einführung eines Praxissemesters und die Verdopplung der pädagogischen und fachdidaktischen Studien.

"Die Zentren für Lehrerausbildung sollen vor allem organisatorische Aufgaben übernehmen und alle Schritte zur Verbesserung der Ausbildung in Planung, Steuerung, Umsetzung und Evaluation verantwortlich begleiten", erläuterte Ministerin Schavan die Pläne. Dazu zählen die Sicherung und Koordinierung des Lehrangebotes, die Begleitung des Praxissemesters, die Organisation und Durchführung von Prüfungen sowie die Schaffung von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Universitäten und lehrerbildenden Stellen an den Schulen sowie die Förderung der Forschung. "Wir haben bewusst darauf verzichtet, strukturelle Vorgaben im Einzelnen gesetzlich zu reglementieren, und haben nur den Rahmen vorgegeben. Die Ausgestaltung haben die Universitäten eigenverantwortlich übernommen. Dieses Vorgehen hat sich bewährt", betonte Minister Frankenberg. Allen Zentren gemeinsam sind die Anbindung an das Rektorat, die Zusammensetzung des Beirates und die Ansiedlung der Geschäftsstelle.

Eine Vorreiterrolle hat die Universität Konstanz eingenommen, die auf der Basis eines fundierten Konzeptes bereits zum September 2004 eine Geschäftsführungsstelle einrichten konnte. "In der kurzen Zeit wurden mehrere überzeugende Projekte auf den Weg gebracht, zum Beispiel ein gemeinsames Konzept zu einem Kerncurriculum Pädagogik mit unterschiedlichen Kooperationspartnern sowie eine Online-Umfrage unter Lehramtsstudierenden zur Qualität von Studium und Beratung. Darüber hinaus wurden die Lehramtsfächer besser aufeinander abgestimmt und ein Kooperationsvertrag mit der benachbarten Pädagogischen Hochschule Thurgau (Schweiz) unterzeichnet", so Schavan und Frankenberg.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden