Studienwahl

Zulassung zum Medizinstudium ohne die besten Abiturienten? Undenkbar!

Vor der Kultusministerkonferenz am 14. Juni fordert der Bayerische Philologenverband (bpv): Abiturbestenquote stärken, Wartezeit abschaffen und medizinische Vorerfahrung stärker für die Auswahl zukünftiger Medizinstudenten berücksichtigen

08.06.2018 Bundesweit Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)
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Das Bundesverfassungsgericht hat im Dezember 2017 mit seinem Urteil zur Hochschulzulassung im Fach Medizin die seit vielen Jahren bewährte Praxis der Erstauswahl von Studienplatzbewerbern durch die Abiturbestenquote bestätigt.

Michael Schwägerl, Vorsitzender des bpv, erläutert: „Die Abiturnoten stellen empirisch nachweisbar immer noch den besten Indikator für ein erfolgreiches Studium dar“. Mit der Abiturbestenquote wurden bisher treffsicher 20 Prozent der Studienplätze in Medizin an die Abiturbesten aus jedem Bundesland zugewiesen. Diese Quote sollte aus Sicht des bpv auf 40 Prozent erhöht werden.

Wartezeit abschaffen

Der bpv gibt Kultusminister Sibler mit auf den Weg, sich bei der Kultusministerkonferenz am 14. Juni dafür einzusetzen, die Abiturbestenquote dementsprechend mit 40 Prozent zu berücksichtigen. Sie ist das empirisch beste Kriterium für den erfolgreichen Abschluss eines Studiums. „Das Abitur muss sich für unsere Schülerinnen und Schüler doch gerade für die Aufnahme des Studiums lohnen!“, so Schwägerl. „Wir fordern die KMK auf, den Hochschulzugang zum Medizinstudium über eine inhaltlich nicht qualifizierende Wartezeitquote abzuschaffen, dafür aber den Anteil der Abiturbestenquote zu erhöhen!“

Medizinische Vorerfahrung mehr berücksichtigen

Für den weiteren Zugang zum Medizinstudium, das sog. Auswahlverfahren der Hochschulen, sollten neben der Abiturdurchschnittsnote die Ergebnisse eines neuen bundesweiten Medizinertests und praktisch-medizinische Vorerfahrung besonders gewichtet werden. „Unser konkreter Vorschlag lautet: 40 Prozent Abiturdurchschnittsnote, 40 Prozent Test, 20 Prozent medizinische Vorerfahrung für ein kombiniertes Auswahlverfahren für all diejenigen Bewerber, die nicht zu den jeweiligen landesbesten Abiturienten zählen!“


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