Zweite Runde im Programm "Schülerinnen forschen" - Förderung für Universität Stuttgart, Pädagogische Hochschule Freiburg und Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Die Universität Stuttgart sowie die Pädagogischen Hochschulen Freiburg und Ludwigsburg erhalten insgesamt fast 1,2 Millionen Euro für Lernprojekte, mit denen das Interesse von Schülerinnen für die Natur- und Ingenieurwissenschaften geweckt werden soll. Die Mittel kommen aus dem Programm "Schülerinnen forschen", das vom Land Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit finanziert wird. Über die Projekte informiert ein neues Infoblatt "Ohne Jungs?...nur für uns!", das bei der Pressestelle des Wissenschaftsministeriums (Königstraße 46, 70173 Stuttgart) oder unter [www.schuelerinnen-forschen.de](http://www.schuelerinnen-forschen.de) bezogen werden kann.

16.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Wissenschaftsminister Peter Frankenberg: "Wir wollen, dass sich mehr junge Frauen als bisher für ein Studium in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern entscheiden. Die Weichen dafür werden schon in der Schule gestellt. Deshalb fördern wir Hochschulprojekte, die Schülerinnen an Realschulen und Gymnasien schon ab der Klassenstufe 7 für diese Fächer begeistern". Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, betonte: "Die Berufswahl von Frauen ist auf bestimmte Berufsfelder konzentriert. Mit den Maßnahmen wollen wir das Berufswahlspektrum um naturwissenschaftliche und technische Berufe erweitern." Damit leisteten die Agenturen einen Beitrag, den Fachkräftebedarf in diesem Bereich zu sichern.

Die neuen vielversprechenden Projekte sind mit Hilfe von externen Gutachterinnen und Gutachtern für die Förderung ausgewählt worden. Sie erlauben es den Schülerinnen, auf spannende Weise wissenschaftliche Themen zu erkunden und einen spielerischen Zugang zu Naturwissenschaften und Technik zu finden:

  • Im Projekt "girls4science" der Pädagogischen Hochschule Freiburg erforschen Mädchen anhand von physikalischen und chemischen Experimenten Phänomene aus der Alltagswelt. Dabei können die Schülerinnen bei einem der Experimentierkurse zum Beispiel "eine faszinierende Reise in den Mikrokosmos" unternehmen, bei der sie Modelle bauen, mit einem Rastertunnelmikroskop arbeiten und selbst gezüchtete Badekristalle herstellen (Förderung 2009 bis 2011: 309.000 Euro).

  • Im Projekt "girl´s sense", das die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg gemeinsam mit der Hochschule Heilbronn verwirklicht, geht es um die physikalischen Grundprinzipien von Sensoren und ihre Anwendung in den Ingenieurwissenschaften, zum Beispiel in Gestalt von Lichtschranken oder Ultraschalldetektoren für Fledermäuse (Förderung 2009 bis 2011: 289.000 Euro).

  • Gleich zwei Projekte werden von der Universität Stuttgart verwirklicht: Im Projekt "Nassy" geht es um Wasser; untersucht wird zum Beispiel das Leben in Fließgewässern. Mit "SciPhyra" lernen Mädchen die Welt der Roboter kennen; sie verfolgen Entwurf, Bau und Programmierung von Robotern und erleben die Arbeitswelt einer Ingenieurin (Förderung 2009 bis 2011 zusammen: 589.000 Euro).

Hintergrund: Der Erhöhung des Anteils von Frauen in naturwissenschaftlichen und technischen Studiengängen dient das Landesprogramm "Schülerinnen forschen - Einblicke in Naturwissenschaften und Technik", das bis 31. Dezember 2010 von der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit kofinanziert wird. Das Wissenschaftsministerium wendet dafür jährlich rund 500.000 Euro auf, in etwa dieselbe Summe wird von der Regionaldirektion eingebracht. Derzeit laufen bereits Projekte der Pädagogischen Hochschulen Heidelberg ("Science-live!" in Chemie), Karlsruhe ("forsche - Schülerinnen forschen" in Chemie, Physik und Bionik), Schwäbisch Gmünd ("Mut zum forschen" in Physik und Chemie) sowie der Universität Konstanz ("Schülerinnen forschen"). Die Universität Stuttgart sorgt für die wissenschaftliche Begleitung aller Projekte.


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