Medienbranche ordnet Ausbildung neu

Schon ab August 2006 will die Medienbranche eine Neuerung realisieren: Der bisherige Ausbildungsberuf "Verlagskaufmann/-frau" wird durch das neu geschaffene Berufsbild "Medienkaufmann/-frau Digital und Print" ersetzt.

22.03.2006 Pressemeldung Börsenverein des Deutschen Buchhandels

"Dabei geht es um mehr als nur die neue Bezeichnung", erläutert die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Verlagskaufmännische Ausbildung, Frauke Zerling von der Axel Springer AG. "Das Berufsbild setzt auf Durchlässigkeit - auf die Kooperation der Sparten Buch, Zeitung und Zeitschriften." Sachverständige aus Zeitschriften-, Zeitungs- und Buchverlagen sowie Vertreter der Verbände VDZ, BDZV und Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatten gemeinsam mit Gewerkschaftern und Mitarbeitern der Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWT) und für Bildung und Forschung (BMBF) an der Neuordnung des Ausbildungsberufs gearbeitet. Die Federführung lag beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB).

Neuer Ansatz

Statt bisher produktorientiert, soll künftig vor allem funktions- und aufgabenorientiert ausgebildet werden. So will man sich intensiver an den realen Abläufen orientieren, verstärkt Teilprozesse sowie deren Verknüpfung erkennbar machen und damit an Geschäftsprozessen orientiertes Handeln ermöglichen.

Aktualisiert wurden auch die Fachqualifikationen, welche sich im Wesentlichen an den traditionellen fachlichen Anforderungen der bisherigen Ausbildungsordnung für Verlagskaufleute orientieren. Besonderes Gewicht legt man künftig auf arbeitsfeldübergreifende Qualifikationen wie Kommunikations-, Team- und Konfliktfähigkeit. Auch Kundenorientierung sowie der Umgang mit Informations- und Kommunikationssystemen gehören dazu. Darüber hinaus werden sich die Auszubildenden mit Projektmanagement beschäftigen und Fähigkeiten in den Bereichen Moderation und Präsentation entwickeln.

Die nächsten Schritte

Für die Ausbildungsbetriebe ändert sich also einiges. Die Arbeitsgruppe erhofft sich durch diese Modernisierung einen Motivationsschub und rät: "Wir empfehlen den ausbildenden Verlagen, bereits jetzt die Neuordnung in die internen Ausbildungspläne zu integrieren und auch die bald anstehenden Stellenausschreibungen sowie die Arbeitsverträge entsprechend anzupassen." Auskunft geben die Verbände, sie beraten und unterstützen bei konkreten Fragestellungen - so auch die Abteilung Berufsbildung des Börsenvereins.

Kontakt

Michael Reinhardt, Bildungsdirektor, Börsenverein des Deutschen Buchhandels c/o Schulen des Deutschen Buchhandels, Wilhelmshöher Str. 283, 60389 Frankfurt/Main, Telefon 069 / 9474 00-26, Mail:

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Börsenverein des Deutschen Buchhandels
Großer Hirschgraben 17-21
60311 Frankfurt am Main
Web: http://www.boersenverein.de

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