Inklusion

Ries: Bildungsminister Kessler widerspricht mit seiner Politik den Prinzipien der UN-Behindertenrechtskonvention

"Die UN-Behindertenrechtskonvention verlangt, dass die Sonderbehandlung und Ausgrenzung von Kindern mit Behinderung der absolute Ausnahmefall ist. Die Aussagen von Kessler bezüglich eines Finanzierungsvorbehaltes, sind daher untragbar", so Isolde Ries, integrationspolitische Sprecherin der SPD-Landtagfraktion. mehr

Reiß: Land will Integration Behinderter weiter vorantreiben

"Die Unterstützung von Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf ist in Rheinland-Pfalz ganz dezidiert am einzelnen Kind und seinen Bedürfnissen ausgerichtet und den Eltern wird bei der Schulwahl ein weitgehendes Mitspracherecht eingeräumt. Mit dem seit Jahren laufenden und auch weiterhin geplanten schrittweisen Ausbau des Netzes von Schwerpunktschulen sowie einer differenzierten Förderschullandschaft gibt es bereits ein Gesamtkonzept. Das so genannte Konzept der CDU zur Förderung von Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf hat diese Bezeichnung jedenfalls nicht verdient." Das stellte Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß in Reaktion auf den heute von der CDU-Opposition vorgestellten Gesetzentwurf fest. mehr

Bildungssymposium

"Gleiche Chancen in der Bildung"

Das 8. Thüringer Bildungssymposium stellt in diesem Jahr unter dem Motto "Gleiche Chancen in der Bildung" die Überwindung sozialer Ungleichheiten im Bildungsbereich in den Mittelpunkt. Damit nimmt das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Forderung des UN-Sonderberichterstatters für das Menschenrecht auf Bildung, Vernor Muñoz, auf. Dieser hatte mit Blick auf den Zusammenhang von Bildungserfolg und sozialer Herkunft gerechtere Bildungsmöglichkeiten für jedes Kind gefordert. mehr

09.03.2010 Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Gemeinsam lernen

"Gemeinsam lernen – mit und ohne Behinderung"

"Inklusive Bildung weltweit ist ein wichtiges Ziel der UNESCO", sagt Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. Deutschland sei hier im internationalen Vergleich noch nicht weit genug und müsse dringend mehr Anstrengungen unternehmen. Inklusion bedeute nicht, dass sich der Lernende in ein bestehendes System integrieren muss, sondern dass das Bildungssystem die Bedürfnisse aller Lernenden berücksichtigt und sich auf sie einstellen muss. "Erst wenn unser Bildungssystem allen Kindern ermöglicht, in einem gemeinsamen Unterricht voll am schulischen Leben teilzuhaben, können wir von umfassender Bildungsgerechtigkeit sprechen", unterstreicht Bernecker. mehr

08.03.2010 Pressemeldung Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

Haushaltsfeigheit

Inklusion darf nicht an Haushaltsfeigheit scheitern, sie muss Herzensangelegenheit sein!

"Inklusion umzusetzen ist zwar ein notwendiger, gleichwohl mutiger Schritt. Dieser darf nicht am Gießkannendenken und der Feigheit von "Haushaltsexperten" scheitern!" mehr

03.03.2010 Pressemeldung GEW Bremen

Lehrerfortbildung zur Diagnose von Leserechtschreib- und Rechenschwäche: Minister Tesch überreicht Zertifikate an die ersten Absolventen

Bildungsminister Henry Tesch übergab heute an der Verwaltungsfachhochschule Güstrow die Abschlusszertifikate für den Qualifizierungskurs "Diagnostik, Förderung und Beratung von Schülern mit Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben sowie Rechnen". In seinem Grußwort würdigte er die Leistungen der 43 Teilnehmer, die in einem Zeitraum von 1½ Jahren den Kurs absolvierten: "Ein Blick auf die gesellschaftlichen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen verlangt, dass eine fortschreitende Professionalisierung der Kollegen an unseren Schulen vor allem von ihnen selbst vorangetrieben werden muss." mehr

Beirat zur Umsetzung schulischer Integration nimmt Arbeit auf

Heute konstituierte sich der von Bildungsminister Henry Tesch berufene Beirat zur Umsetzung schulischer Integration. Das neue Förderkonzept des Landes hat sich zum Ziel gesetzt, vor allem in den Bereichen Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung in den nächsten Jahren die individuelle Förderung an jeder Grundschule möglich werden zu lassen. Damit können auch Kinder mit dem genannten sonderpädagogischen Förderbedarf künftig wohnortnahe Grundschulen besuchen, in denen Grundschullehrer und Sonderschulpädagogen zusammen arbeiten. mehr

"Nicht alle Kinder mit Förderbedarf in Regelschulen zwingen!"

Anlässlich des heute im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtages auf der Tages­ordnung stehenden Themas ´Inklusion´ hat der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Baye­rischer Lehrerverbände (abl) und Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt die Position der in der abl zusammengeschlossenen Lehrerverbände skizziert: "Wir sehen in der UN-Behindertenrechtskonvention durchaus begrüßenswerte Ansätze. Sie trägt gesamtgesellschaftliche Bedeutung, indem sie Menschen mit Behinderungen explizit als Bestandteil der gesellschaftlichen Vielfalt und als Quelle kultureller Bereicherung würdigt", so Schmidt. Gleichzeitig mahnte er, in ihrer Umset­zung nicht über das Ziel der Konvention hinauszuschießen oder diese für Zwecke zu gebrauchen, die letztlich zum Schaden aller Schüler wären: "Wir müssen den ´Architek­ten´ der Konvention gut zuhören: Mit ´Inklusion´ meinen sie nicht die Überführung sämtlicher Schüler mit Behinderung oder Förderbedarf in die Regelschulen. Gefordert wird auch nicht die Abschaffung der Förderschulen." mehr

25.02.2010 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Bessere Bildungschancen durch UN-Behindertenrechtskonvention

Menschen mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie werden bis heute an der vollen und uneingeschränkten Entfaltung ihrer Begabung gehindert und erreichen in Folge dessen meist keinen begabungsgerechten Schulabschluss. Die Bundesländer haben bisher nur ansatzweise Regelungen für einen Nachteilsausgleich geschaffen, um die Beeinträchtigungen, die mit einer Legasthenie oder Dyskalkulie einhergehen, zu kompensieren. Insbesondere für SchülerInnen mit einer Dyskalkulie fehlen die notwendigen schulrechtlichen Regelungen. mehr

25.02.2010 Pressemeldung

VBE: Inklusion von Schülern mit Behinderungen kann nur dann gelingen, wenn an Schulen mehr Experten sind

Ungeachtet der zum Teil kompromisslos geforderten sofortigen Integration von Schülern mit (Schwerst-)Behinderungen möchte der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg eher den pragmatischen Weg verfolgen, der Inklusion vorsieht, wo immer dies von den Ressourcen mög­lich und machbar ist, der aber auch weiterhin spezielle Fördermöglichkei­ten in unterschiedlichsten Sondereinrichtungen garantiert. mehr