Kopfnoten

Kategorisierung von Grundschülern vom Tisch?

Mit Genugtuung und Freude nimmt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) zur Kenntnis, dass die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag die umstrittene Kategorisierung des Lern-, Arbeits- und Sozialverhaltens in Grundschulzeugnissen zurückgenehmen will. Der BLLV hatte die Regelung, das Verhalten von Kindern mit den indirekten Noten A bis D zu bewerten, von vorneherein abgelehnt. Bereits im Oktober 2005 forderte der BLLV in einer Resolution das Kultusministerium auf, die Maßnahme umgehend zu widerrufen. "Das Verfahren war pädagogisch diskriminierend, empirisch nicht haltbar und rechtlich fragwürdig", erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel. Grundschullehrer/innen können nun aufatmen, denn mit der Abschaffung der Kategorisierung werden die Zeugnisse auch kürzer. "Die Zeit, die sie für das Erstellen der Zeugnisse verwenden mussten, kann nun wieder in die Unterrichtsvorbereitung fließen." mehr

Große Schülerdemo gegen Kopfnoten

Die Landesschülervertretung (LSV) Nordrhein-Westfalen ruft landesweit zu einer zentralen Schülerdemonstration am 19. Januar in Düsseldorf auf. "Kopfnoten sind kein vernünftiger Umgang miteinander", kommentiert Horst Wenzel (19) aus dem Vorstand der LSV NRW in einer Erklärung. "In den Schulen muss sich eine menschliche Feedback-Kultur entwickeln, dafür sind die Kopfnoten ungeeignet", heißt es weiter. mehr

14.12.2007 Pressemeldung LandesschülerInnenvertretung NRW

LSV fordert die Abschaffung von Kopfnoten

Die LandesschülerInnenvertretung NRW (LSV) will am 24. November in Dortmund auf ihrer Delegiertenkonferenz Aktionen gegen die umstrittenen Kopfnoten auf den Zeugnissen einleiten. mehr

14.11.2007 Pressemeldung LandesschülerInnenvertretung NRW

Streit zwischen Kultusminister und GEW-Vorsitzendem beigelegt

In einem Gespräch, um das der GEW-Vorsitzende Klaus Kessler gebeten hatte, stellte er gegenüber Kultusminister Jürgen Schreier klar, dass er mit seinen Äußerungen zum Benimm-Unterricht keinen Zusammenhang mit dem Nazi-Terror in den Konzentrationslagern herstellen wollte. Er, Kessler, habe lediglich auf die Missbrauchsmöglichkeiten von Sekundärtugenden hinweisen wollen. mehr

Kultusminister Jürgen Schreier: GEW-Vorsitzender disqualifiziert sich nach Lafontaines KZ-Vergleich als ernst zu nehmender Gesprächspartner

Wer Bemühungen für einen ungestörten Unterricht, gutes Benehmen, Anstand, gegenseitige Rücksichtnahme und die Achtung des Anderen mit Nazi-Verbrechen in einen unmittelbaren Zusammenhang bringt, disqualifiziert sich als Gesprächspartner. Ein solch abstruser und unerhörter Vergleich und die Bezeichnung von Schule als "Instanz von Gewalt" sind ein Selbstausschluss. Deshalb ist Herr Kessler – sofern er sich nicht in aller Form von seinen Äußerungen distanziert – kein geeigneter GEW-Vertreter, wenn zwischen den Lehrerverbänden und dem Kultusminister eine gemeinsame Erklärung zum Sozialverhalten in der Schule erarbeitet wird. Er gehe, so Kultusminister Jürgen Schreier, allerdings weiterhin davon aus, dass der GEW-Vorsitzende bei Nazi-Vergleichen nicht für alle Mitglieder spreche. mehr

Werte müssen vor allem vorgelebt werden

Heute rückten Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider, Finanzminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser und SKH Herzog Franz von Bayern die Werteerziehung an der Grundschule Unterhaching in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. mehr

Jugendliche sind weit besser als ihr Ruf

Der Bayerische Elternverband sieht die neue Wertekampagne des Kultusministeriums mit kritischer Distanz. Mit einer solchen Kampagne unterstelle das Ministerium völlig zu Unrecht einen Werteverfall bei Kindern und Jugendlichen. "Da ist das Kultusministerium den Boulevardmedien auf den Leim gegangen, die ständig über schreckliche Schüler berichten", sagte die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands Isabell Zacharias. "Kinder und Jugendliche haben aber durchaus Werte, und viele von ihnen engagieren sich längst ehrenamtlich. Dazu braucht man nur die Shell-Jugendstudie 2006 zu lesen." mehr

22.06.2007 Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Bayern: Kopfnoten in Grundschulzeugnissen stehen zur Disposition

(bikl) Seit knapp zwei Jahren gibt es an bayerischen Grundschulen wieder Zeugnisse mit sogenannten Kopfnoten, die das Sozial-, und Arbeitsverhalten der Kinder bewerten. Jetzt rudert Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) teilweise zurück. Er will diese Bewertungen zumindest vereinfachen. Eltern und Lehrer hatten sich immer wieder gegen die Verhaltensbewertungen in den Grundschulzeugnissen gewehrt. mehr

24.05.2007 Artikel

Zukunft Schule - Was Lehrer wissen müssen!

Wie sieht die Zukunft der Schule aus? bildungSPEZIAL hat Pädagogen, Politiker und Journalisten zum Thema Bildung befragt und Bemerkenswertes es erfahren. So berichtet NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, warum in seinem Bundesland in den Schulen Aufbruchstimmung herrscht. Er will die Hauptschulen stärken und Ganztagsschulen weiter ausbauen. Die SPD-Bildungspolitikerin Renate Hendricks hält Kopfnoten "für völlig unsinnig" und kritisiert das neue NRW-Schulgesetz scharf. mehr

26.02.2007 Pressemeldung bildung+

Renate Hendricks in bildungSPEZIAL: Das neue Bildungsgesetz von Nordrhein-Westfalen ist eine Mogelpackung

Nordrhein-Westfalen hat ein neues Schulgesetz. Doch hält es wirklich, was es verspricht oder ist das Ganze nur eine Mogelpackung? bildungSPEZIAL hat bei Renate Hendricks SPD-Bildungspolitikerin, nachgefragt. Sie meint: "Um Durchlässigkeit zu erreichen, muss ein Umsteigen zwischen den Schulformen auch praktisch möglich sein. Mit der Schulzeitverkürzung in der Sekundarstufe I für die Gymnasien auf fünf Jahre ist ein Umsteigen aus anderen Schulformen ins Gymnasium aber noch weniger als bisher möglich. Die enorme Stoffkomprimierung im Gymnasium wird ohnehin für mehr Schüler und Schülerinnen zu Problemen führen. Der Druck auf die Schüler und Schülerinnen wächst, die Lerninhalte in kürzerer Zeit lernen müssen." mehr

22.02.2007 Pressemeldung bildung+