Leistungsdruck

Massenpetition zur Grundschule Thema im Landtag

Am Donnerstag wird sich der Bayerische Landtag mit der größten bildungspolitischen Petition seit Veröffentlichung der ersten Pisa-Studie 2001 befassen. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) hatte von Februar bis Juli dieses Jahres im Rahmen seiner Grundschulaktion "Grundschule ganz STARK - Unsere Kleinen ganz GROSS" weit über 100.000 Unterschriften für Verbesserungen im Grundschulbereich gesammelt. Die Unterzeichner fordern mehr Förderung, kleinere Klassen und Gruppen, gleiche Besoldung für alle Lehrer, eine bessere Lehrerbildung, die freie Schulwahlentscheidung - vor allem aber eine längere gemeinsame Schulzeit. mehr

Allen Vorurteilen zum Trotz: Auszubildende wollen "richtig mit anpacken"

Mangelnde Leistungsbereitschaft ist ein Vorwurf, mit dem sich junge Menschen in den Medien häufig konfrontiert sehen. Die repräsentative Studie "Ausbildung aus Sicht der Auszubildenden" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeichnet dagegen ein anderes Bild. Demnach sind Auszubildende durchaus bereit, hohe Leistungen zu erbringen - allerdings erwarten sie dafür im Gegenzug, intensiv in die betrieblichen Geschäftsabläufe eingebunden zu werden und eine Anerkennung ihrer Leistungen. Gerade die Verzahnung von Lern- und Arbeitsprozessen im Betrieb wird von den Jugendlichen sehr geschätzt. mehr

Grundschulabitur und Hauptschulsterben

"Die Änderungen beim Übertritt von der Grundschule an Realschulen und Gymnasien haben den Auslesedruck verschärft statt ihn zu reduzieren", resümiert Gele Neubäcker, Vorsitzende der GEW Bayern. mehr

22.10.2009 Pressemeldung GEW Bayern

Pfaffmann: Bayerische CSU/FDP-Koalitionsregierung stürzt die Schulen in ein mittlerweile völlig unübersichtliches Chaos

"Was sind in Bayern Kabinettsbeschlüsse wert?", fragt der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag, der SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann, und gibt auch gleich die Antwort: "Offenbar nichts", stellt Pfaffmann fest, denn am 3. März hatte das Kabinett Seehofer/Zeil im Rahmen der Einführung des neuen Übertrittsverfahrens von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen beschlossen, die individuelle Förderung der Grundschüler in der 4. Klasse auszuweiten. "Um dem erhöhten Förderbedarf in der 4. Jahrgangsstufe gerecht" zu werden, sollten "Klassen mit mehr als 25 Schülern in einer Förderstunde geteilt werden (Bulletin aus dem Kabinett am 3. März 2009). mehr

Deutscher Philologenverband zu den Ergebnissen von IGLU und TIMSS: Mehr Gelassenheit statt Aufgeregtheit im Umgang mit Schulleistungsvergleichen!

Als Erfolg für die in Deutschland begonnenen bundesweiten Maßnahmen zur Frühförderung und für die im Grundschulbereich eingeführten Bildungsstandards hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, das nochmals verbesserte Abschneiden deutscher Grundschüler bei den internationalen Studien TIMSS und IGLU bezeichnet. Damit gehöre Deutschland im Grundschulbereich wie schon zuvor bei PISA zu der kleineren Gruppe von Ländern, die sich im Vergleich zu den Vorstudien relativ und in absoluten Punktzahlen verbessern konnten. Ebenso wie die 15-Jährigen bei PISA 2006 (Naturwissenschaften) haben sich die deutschen Grundschüler im besseren Leistungsviertel platzieren können. mehr

09.12.2008 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Gesamtschule oder Gemeinschaftsschule?

(von Valentin Merkelbach) Der unaufhaltsame Aufstieg Sachsens im PISA-Ranking der 3.Ländervergleichsstudie 2006 wird die Debatte über eine Reduktion der Schulformen von vier oder drei auf zwei neue Nahrung geben (PISA 2006). Schon das gute Abschneiden von Sachsen in PISA 2003, aber auch das von Thüringen und Sachsen-Anhalt, hatte die Frage aufgeworfen, ob nicht ein zweigliedriges System mit Gymnasium und einer Zweitschule für die Leistungsschwächeren ein gangbarer Weg sein könnte, um aus dem Mittelmaß der deutschen Schule im internationalen Vergleich herauszukommen. Man könnte sich so auch die eskalierenden Probleme mit der Hauptschule vom Halse schaffen und vielleicht ließe sich sogar die Zahl derer vermindern, die nach wie vor und seit PISA 2000 mit neuen Argumenten eine Schule für alle Kinder vom 1. bis 10.Schuljahr fordern und dabei vor allem auf das PISA-Siegerland Finnland verweisen. mehr

05.12.2008 Artikel

Schulpolitische CDU-Leitlinien setzen Akzente

Eine klare Absage erteilen die am 25.11.2008 verabschiedeten ´Schulpolitischen Leitlinien der CDU-Landtagsfraktion´ allen Strukturdebatten in der Schulpolitik. Unbeirrt hält die CDU an einem ausdifferenzierten, gewachsenen, lebendigen und zukunftsfähigen Schulsystem fest. Die Bekräftigung ´Wir brauchen wohnortnahe Schulen überschaubarer Größe mit möglichst kleinen Klassen´ ist richtig, muss aber in der schulpolitischen Praxis auch umgesetzt werden. Konsequent betont die Mehrheitsfraktion, dass es ´vor allem darauf ankommt, was im Klassenzimmer (...) geschieht´. mehr

25.11.2008 Pressemeldung Philologen-Verband NRW

GEW begrüßt Schülerinnen- und Schülerproteste

Die Bildungsgewerkschaft GEW erklärt sich solidarisch mit den Schülerinnen und Schülern, die am 12. November 2008 für eine bessere Bildungspolitik in Bremen und Bremerhaven demonstrieren wollen. mehr

11.11.2008 Pressemeldung GEW Bremen

VBE fordert erneut ständige nordrhein-westfälische Bildungskonferenz

"Der außerordentliche FDP-Landesparteitag hat mit seinen Beschlüssen zur Schul- und Bildungspolitik zumindest deutlich gemacht, dass die Frage der Schulstruktur nun auch für die FDP kein Tabu mehr ist. Offenbar erkennt auch die FDP allmählich, dass äußere und innere Schulreform zwei Seiten einer Medaille sind. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wann sich die CDU bewegt.", erklärte Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE-NRW), am Wochenende. mehr

LandesschülerInnenvertretung NRW: Auch "nur" drei Kopfnoten sind Sandkastenpädagogik

Trotz des Zurückruderns der Landesregierung sind die Schülerinnen und Schüler noch unzufrieden, denn auch "nur" drei Noten im Arbeits- und Sozialverhalten haben aus Schülersicht keinen pädagogischen Wert. So löst die schlichte Verringerung der Kopfnoten nichts an den von ihnen kritisierten Punkten. "Kopfnoten sind reine Sandkastenpädagogik. Sie erzeugen überflüssigen Leistungsdruck anstatt den Schülern Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen", so Johannes Struzek (18) aus dem Vorstand der LandesschülerInnenvertretung (LSV). "Im letztem Jahr haben schon 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler als Versuchskaninchen gedient, nun muss endlich Schluss damit sein!" mehr

10.11.2008 Pressemeldung LandesschülerInnenvertretung NRW