Schulsterben

Schulstandorte

Pauschale Lehrerstundenzuweisung sorgt für Ärger

Aus Sicht des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) delegiert das Kultusministerium die mit der Erhaltung kleiner Schulstandorte verbundenen Probleme von "oben" nach "unten" - nach dem Motto: Wer einen kleinen Schulstandort erhalten will, kann das tun, Unterstützung dafür gibt es allerdings nicht. So geht aus der kürzlich im Ministerrat vorgestellten Gesetzesgrundlage zur Einführung von Mittelschulen hervor, dass die Zuweisung von Lehrerstunden pauschal an die Schulverbünde erfolgen soll. Sie orientiert sich demnach an der Gesamtzahl der Schüler im jeweiligen Verbund und nicht an den Bedürfnissen der einzelnen Schule. mehr

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Schulschließungen

"Die Eltern müssen in die Städte ziehen"

Weniger Kinder – weniger Schulen, das ist eine einfache Rechnung. Immer mehr Schulen werden in Deutschland geschlossen - mit unangenehmen Auswirkungen auf die Schüler und ihre Familien. So sind zum Beispiel viele Schüler in Mecklenburg-Vorpommern täglich zwei Stunden und länger unterwegs, weil die nächste Schule so weit entfernt liegt. Wir wollten von dem Mikrosoziologen Prof. Dr. Hans Bertram von der Humboldt Universität Berlin wissen, welche Konsequenzen die demografische Entwicklung für die Schulen und Familien hat und haben wird. mehr

02.03.2010 Artikel

Protest des Philologenverbandes (PhV BW) gegen Forderungen von Baden-Württembergs Finanzminister Willi Stächele zum Schülerrückgang

"Die von Finanzminister Willi Stächele mit Blick auf den prognostizierten Rückgang der Schülerzahlen gemachten Forderungen, die daraus sich ergebenden finanziellen Handlungsspielräume überwiegend für den Landeshaushalt zu nutzen, würde von der Öffentlichkeit als Täuschung wahrgenommen", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur, zur Absicht des Finanzministers, mit den durch den Schülerrückgang frei werdenden Ressourcen die infolge der Finanzkrise wegbrechenden Steuereinnahmen kompensieren zu wollen. mehr

Volksschullehrerverband (BLLV) informiert Bürgermeister gezielt falsch

"Die bayerischen Bürgermeister suchen einen pragmatischen Weg für ihre Schulstandorte und wollen keinesfalls den Schülerinnen und Schülern ihrer Gemeinden den Weg zur gewünschten weiterführenden Schule verbauen. Dabei lassen sich die Bürgermeister weder durch aufwändig gestaltete Hochglanzbroschüren, noch durch emotional überfrachtete Falschinformationen blenden", sagt Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), angesichts der sich bei Bürgermeistern stapelnden Broschüren des Volksschullehrerverbands (BLLV), die nur einem Ziel dienen: Die Gesamtschule in Bayern einzuführen, die Hauptschulen und die Realschulen somit zu vernichten und die Gymnasien bis zur Unkenntlichkeit zu verstümmeln. mehr

10.12.2009 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Deutlicher Rückgang der Schülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen

Im Rahmen der Schulstatistik wurden zu Beginn des Schuljahres 2009/2010 landesweit 99 987 Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen gezählt. Dies waren nach Mitteilung des Statistischen Amtes Saarland 5,0 Prozent weniger als vor einem Jahr und erstmals seit Beginn der Erfassung der Schulstatistik weniger als 100 000 Schüler. In den 160 Grundschulen werden 32 539 Schülerinnen und Schüler (- 3,4 %) in 1 545 Klassen (- 1,5 %) unterrichtet. Auf eine Grundschulklasse entfallen damit 21,1 Schülerinnen und Schüler. mehr

08.12.2009 Pressemeldung Statistisches Amt Saarland

DemoData - kostenloses Recherchetool der Universität Rostock bietet Daten zum demografischen Wandel

(redaktion/idw) Ob Journalisten, Lehrende oder Lernende, Wissenschaftler, Entscheidungsträger oder der interessierte Bürger - DemoData steht allen offen, die auf der Suche nach wissenschaftlich fundierten Daten zum Demografischen Wandel in Deutschland sind. Das neu entwickelte Dateninformationssytem des Rostocker Zentrums ist seit dem 30. November 2009 unter [www.zdwa.de/demodata](http://www.zdwa.de/demodata) verfügbar. mehr

02.12.2009 Artikel

Etwa 1000 Lehrkräfte von Hauptschulschließungen betroffen

Die Zahl der Hauptschulen, die in NRW vor der Schließung stehen, erhöht sich stetig. Im Schuljahr 2005/06 wies die Schulstatistik NRW noch 703 Hauptschulen aus, im Schuljahr 2009/10 sind es noch 671. Von diesen 671 Schulen verfügen nicht mehr alle über 5. Jahrgänge. Landesweit sind nach VBE Recherchen zurzeit mehr als 40 Hauptschulen auslaufend, bei weiteren wird überprüft, ob sie auslaufen werden. Bereits jetzt sind etwa 1000 Lehrkräfte von dieser anhaltenden Entwicklung betroffen und fragen nach ihren Perspektiven. mehr

Demographischer Wandel setzt deutsches Schulsystem unter großen Druck

(redaktion/PM) Unter dem Druck des demographischen Wandels wird sich das deutsche Schulsystem in den kommenden 15 Jahren radikal verändern. Bis zum Jahr 2025 wird die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 18 Jahren von knapp 11 Millionen um rund 2 Millionen auf künftig 9 Millionen zurückgehen. Das zeigt eine aktuelle Prognose der Bertelsmann Stiftung. Unter [www.wegweiser-kommune.de](http://www.wegweiser-kommune.de) können ab sofort erstmals auch bildungsrelevante Daten für alle Kommunen ab 5.000 Einwohnern abgerufen werden. mehr

06.11.2009 Artikel

"Schulverbünde sichern möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange"

"Die Schulverbünde von kleinen selbständigen Hauptschulen garantieren ein hochwertiges Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler in der Fläche und sichern möglichst viele Hauptschulstandorte möglichst lange", verwahrte sich Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gegenüber der Kritik der Freien Wähler an der Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule. mehr

Angekündigte Reformen reichen nicht aus

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat die heutigen Ankündigungen von Ministerpräsident Horst Seehofer zur künftigen Schulpolitik in Bayern als "wenig mutig" bezeichnet. "Tiefgreifende Reformen bleiben erneut aus, Bayerns Lehrerschaft fühlt sich unverstanden und ist enttäuscht", stellte er fest. Die dringend notwendige Umsetzung der Regionalen Schulentwicklung (RSE), die das Schulsterben auf dem Land verhindert und für die Einzelschule mehr Eigenverantwortung vorsieht, kommt nur zögerlich voran. "Die von der Staatsregierung bevorzugten Kooperationsformen - sie basieren darauf, Haupt- und Realschulen unter einem Dach als eigenständige Schulformen zu erhalten - lassen nur wenig Handlungsspielraum zu. Weitere Schulschließungen werden so nicht verhindert." mehr