Stipendien

HRK: Länder müssen die politische Verantwortung für Einführung und Sozialverträglichkeit von Studienbeiträgen übernehmen

Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Einführung von Studiengebühren hat der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die Länder an ihre politische Verantwortung für eine Einführung von Studienbeiträgen erinnert und sie aufgefordert, bundesweit kompatibel Obergrenzen für die Beiträge zu definieren. Es müsse aber den Hochschulen selbst überlassen werden, ob und in welcher Höhe innerhalb des vorgegebenen Spielraums und für welche Studiengänge sie Beiträge erheben wollen, so eine Empfehlung des HRK-Senats, der am Dienstag (15. Februar) in Bonn zusammentrat. "Nur so können Studienbeiträge ein sinnvolles Element des Wettbewerbs unter Hochschulen sein", sagte der Präsident der HRK, Professor Dr. Peter Gaehtgens, am Mittwoch vor der Presse in Bonn. mehr

16.02.2005 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

"Jugend Aktiv" fördert hochbegabte Schülerinnen und Schüler

"Ohne hochmotivierte, kreative und leistungsstarke Menschen hat eine Gesellschaft keine Zukunft. Deshalb brauchen wir differenzierte, entwicklungsbegünstigende schulische Lernbedingungen auch und gerade für besonders befähigte Kinder und Jugendliche", hob der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (16.02.2005) in Hannover hervor. Im Rahmen einer Feierstunde zeichnete er 18 hochbegabte Schülerinnen und Schüler aus. Die angehenden Abiturienten nehmen an der Begabtenförderung des Vereins "Jugend Aktiv" teil, die ihnen den Weg zu einer ihren Neigungen entsprechenden Studien- und Berufswahl ebnen soll. Der Verein betreut bundesweit rund 500 Schülerinnen und Schüler, de-nen er Abiturientenberatung, Begabtenförderung, Studienplanung, Coaching im Studium, internationale Universitätskontakte oder Sti-pendienhilfe anbietet. mehr

Zu der Haltung der Landtags-SPD zur Frage der Einführung von Studienbeiträgen

Als "Schüren von Ängsten bei den Studierenden durch Falschinformation" hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel die bisherigen Äußerungen der Landtags-SPD zur Einführung von Studienbeiträgen im Vorfeld der heutigen Pressekonferenz von SPD-Fraktionschef Maget bezeichnet. "Auch durch ständiges Wiederholen werden unrichtige Unterstellungen nicht richtig", betonte der Minister. Tatsache ist, so Goppel, dass 100 Prozent der Erträge aus Studienbeiträgen den Studierenden zugute kommen und die Studienbeiträge in Bayern sozial ausgestaltet werden sollen. mehr

Ministerpräsident Erwin Teufel und Wissenschaftsminister Peter Frankenberg: Zeitnahe Einführung von Studiengebühren in Baden-Württemberg

"Das Wissenschaftsministerium wird das in seinen Eckpunkten bereits vorgestellte Modell nachlaufender Studiengebühren unverzüglich weiterentwickeln und ein konkretes Konzept sowie einen Gesetzentwurf zur Einführung in Baden-Württemberg erstellen." Dies erklärten Ministerpräsident Erwin Teufel und Wissenschaftsminister Peter Frankenberg am Dienstag (1. Februar 2005) im Anschluss an die Kabinettsitzung in Stuttgart. Die Höhe der Studiengebühren werde bei einem Richtwert von 500 Euro liegen. Baden-Württemberg wolle auf alle Fälle am BAFöG festhalten. Die finanzielle Belastung aus Lebenshaltungskosten und Studienbeiträgen müsse insgesamt tragbar bleiben. mehr

Wissenschaftsminister begrüßt Urteil des Bundesverfassungsgerichts

"Ich begrüße das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das den Ländern Klarheit bringt und den Bund ein weiteres Mal beim Versuch, die Länder zu bevormunden, in seine Schranken weist." Mit diesen Worten kommentierte Hessens Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, heute in Wiesbaden die Entscheidung des höchsten deutschen Gerichts, das Studiengebührenverbot zu kippen. "Nun werden wir mit den anderen Ländern nach einem gemeinsamen Weg suchen und dabei die besondere verfassungsrechtliche Situation in Hessen durch ein Gutachten zusätzlich beleuchten lassen", kündigte der Minister an und hob zugleich hervor, "nichts zu überstürzen". – "Es besteht kein Grund zur Eile, die Hessischen Hochschulen sind solide finanziert." mehr

Erststudium gebührenfrei

"Wenn Baden-Württemberg nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Alleingang Studiengebühren einführt, werden viele Studierende in Bundesländer mit gebührenfreien Hochschulen fliehen. Der Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg würde geschwächt. Wir schlagen Wissenschaftsminister Frankenberg vor, jetzt mit Studierenden, Beschäftigten und Interessenverbänden über Sinn und Zweck von Studiengebühren zu diskutieren. Bisher ist die Frage nicht beantwortet, wie Studiengebühren eingesetzt werden sollen", sagte am Mittwoch in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg. mehr

26.01.2005 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

HRK-Präsident begrüßt heutiges Urteil des BVerfG zu Studiengebühren und fordert Gestaltungsfreiheit der Hochschulen bei Studienbeiträgen

Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts nachdrücklich begrüßt. Professor Dr. Peter Gaehtgens äußerte sich in Berlin: mehr

26.01.2005 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

GEW: "Schwarzer Tag für die Studierenden und den Sozialstaat"

Als einen "Schwarzen Tag für die Studierenden und den Sozialstaat" hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Aufhebung des Studiengebühren-Verbots im Hochschulrahmengesetz gewertet. Jetzt seien die Länder gefordert. mehr

Bundesverfassungsgericht: Verbot von Studiengebühren ist verfassungswidrig

Endlich kann bei der Finanzierung des Bildungssystems mehr Gerechtigkeit geschaffen werden. Es ist nicht sozial, dass die Arbeiter mit ihren Steuergeldern die akademische Ausbildung derer bezahlen, die im späteren Berufsleben weit besser gestellt sind und zudem von einer höheren Arbeitsplatzsicherheit und einem höheren Sozialprestige profitieren. Es ist auch nicht nachvollziehbar, wieso Eltern für den Besuch des Kindergartens Beiträge entrichten müssen, während die Erhebung von Studiengebühren verboten war. mehr