2005 wurden 30 Computerspiele als jugendgefährdend eingestuft

(hib/MAR)Aus der Jahresbilanz 2005 der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ergibt sich, dass deren Prüfgremien 30 Computerspiele als jugendgefährdend eingestuft haben. Diese Spiele hätten demzufolge keine Altersfreigabe erhalten, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/2361) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/2287) mit.

25.08.2006 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) seien 2005 52 Anträge und Anregungen auf Indizierung von Computerspielen eingereicht worden. Bei 18 dieser Spiele habe die USK eine Alterskennzeichnung abgelehnt, heißt es weiter. Der Jahresbilanz der USK 2005 sei aber auch zu entnehmen, dass fast 60 Prozent der insgesamt geprüften 2.686 Spiele eine Freigabe ohne Altersbeschränkung erhielten bzw. ab sechs Jahren freigegeben wurden.

Derzeit, so die Regierung, sehe sie keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf im Strafgesetzbuch im Hinblick auf Unterhaltungssoftware. Sie kündigt aber an, dass Bund und Länder gemeinsam die rechtlichen Grundlagen im Hinblick auf einen effektiven Kinder- und Jugendmedienschutz in der Praxis untersuchen würden. Ein entsprechendes Evaluationsverfahren werde noch in diesem Jahr beginnen und bereits Ende 2007 abgeschlossen sein.

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