An Realschulen wenig "Sitzenbleiber"

Bayerns Bildungspolitik ist auch angesichts der vermeintlich hohen Wiederholerzahl effizient und erfolgreich, widerspricht das Bayerische Kultusministerium einer Interpretation der SPD-Landtagsfraktion. Die SPD deutet nämlich die Statistik der Wiederholer an deutschen Schulen mit Blick auf Bayern undifferenziert.

02.02.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die hohe Zahl der "Wiederholer" an der Realschule in der fünften Klasse belegt tatsächlich die Leistungsfähigkeit dieser Schüler an der Hauptschule. Im Schuljahr 2004/2005 haben nämlich 7693 Schülerinnen und Schüler, die bereits an der Hauptschule die 5. Klasse besucht haben, ganz bewusst aufgrund ihrer guten Leistungen in die 5. Jahrgangsstufe der Realschulen gewechselt. Lediglich 353 Schülerinnen und Schüler haben in der 5. Jahrgangsstufe an den Realschulen das Klassenziel nicht erreicht, d. i. gerade ein/e Schüler/in pro Schule.

D.h. über 90 Prozent der als "Wiederholer" ausgewiesenen Jungen und Mädchen haben an der Realschule nicht wiederholt, sondern sind von der Hauptschule jahrgangsgleich in die Realschule übergewechselt. Von "Sitzenbleibern", wie es die SPD-Landtagsfraktion tut, kann hier nicht die Rede sein.


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