"Bayerisches Gymnasium macht die Schüler fit für Hochschule, Arbeitswelt und Gesellschaft!"

"Das bayerische Gymnasium ist ein wertvoller Bildungs- und Lebensraum, in dem die Lehrkräfte die Schüler fit machen für Hochschule, Arbeitswelt und Gesellschaft." So beschrieb der Bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei der Mitgliederversammlung der Bayerischen Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien heute in Forchheim die Realität des achtjährigen Gymnasiums. Natürlich gebe es beim achtjährigen Gymnasium auch Probleme, die der Kultusminister aber in einem offenen Dialog mit den Beteiligten angehen.

23.03.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Für den Kultusminister steht fest: "Beim achtjährigen Gymnasium handelt es sich heute um ein zeitgemäßes Gesamtkonzept". Dieses stärke die Kompetenzen der Schüler in Kernfächern wie Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Naturwissenschaften sowie Geschichte und Politischer Bildung. Es baue die individuelle Förderung der jungen Leute aus, ermögliche ihnen die Profilbildung und vermittle ihnen eine Ausbildung, die auf die Anforderungen von Hochschule und Arbeitswelt zugeschnitten sei. Dabei spielen das Projektseminar zur Studien- und Berufsorientierung und das wissenschaftspropädeutische Seminar eine zentrale Rolle.

Im achtjährigen Gymnasium könne sich der junge Mensch zu einer Persönlichkeit mit vielfältigen personalen und sozialen Kompetenzen und einem Wertefundament entwickeln, zu einer Person, die solide Kenntnisse und Fertigkeiten in zentralen Wissensgebieten mitbringe. Zum Schuljahr 2009/2010 erreichen die Schüler seines ersten Jahrgangs, also rund 30.000 Jugendliche, die zweijährige Oberstufe.

Mit dem neuen Übertrittsverfahren, das die Elternverantwortung stärkt, und günstigeren Bedingungen für Schüler, die von einer anderen Schulart in die 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums wechseln wollen, erhöhe der Freistaat die Durchlässigkeit. Er eröffne Schülern unabhängig von ihrem familiären Hintergrund zusätzliche Bildungschancen. "Wir wollen allen Kindern, die für das Gymnasium geeignet sind, die Tür in dieses hinein öffnen", so der Minister. Die Ganztagsangebote, die auf der Grundlage des Bildungsgipfels vom 11. Februar ausgebaut werden sollen, erhöhen für ihn die Bildungschancen von Kindern, die eine solche Förderung benötigen. Mit Hilfe der Intensivierungsstunden, für die der Freistaat allein 1.300 Lehrerstellen bereit stelle, würden die Schüler besser individuell gefördert. Entsprechend sei die Wiederholerquote am Gymnasium von 2,7 Prozent im Jahr 2003 auf 1,7 Prozent im Jahr 2008 gesunken - und das bei einer höheren Übertrittsquote von Schülern zum Gymnasium pro Jahrgang, wies der Minister den Vorwurf der zunehmenden Selektion des neuen bayerischen Gymnasiums zurück. "Mit dieser Legende muss endlich Schluss sein", so der Minister abschließend.


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