Bayerisches Kultusministerium zu den "Prognosen" des BLLV zum Übertritt von Schülern auf das Gymnasium

Die "Prognose" des BLLV zum Übertritt von Schülern auf das Gymnasium ist deutlich zu hoch und wird von der Organisation zudem für eine Schwarz-Weiß-Malerei genutzt. Im Schuljahr 2008/2009 traten 38,4 Prozent der Schüler der Jahrgangsstufe 4 ins Gymnasium über. Auch zusammen mit den Schülern, die erst im Sommer nach dem Ende der 5. Klasse von Haupt- und Realschule ins Gymnasium übertreten werden, wird der vom BLLV angegebene Wert nicht erreicht. Das Gleiche gilt für die "Weissagung" des BLLV für die Übertrittsquote zum Schuljahr 2009/2010, auch diese ist zu hoch gegriffen.

22.06.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Entsprechend werden auch die Folgen, die der BLLV in seinem düsteren Szenarium beschreibt, so nicht eintreten. Die große Nachfrage von Kindern und ihren Eltern nach dem Gymnasium, die die Beliebtheit und Akzeptanz dieser Schulart zeigt, hat auch ihre Schattenseiten, gerade für die Städte und Landkreise, in denen nicht frühzeitig ausreichend Räume zur Verfügung gestellt wurden. Aber "personelle Notstände, überfüllte Klassenzimmer und völlig überlastete Lehrerinnen und Lehrer" werden nicht den schulischen Alltag darstellen, weist das Kultusministerium die Bilder des BLLV zurück. Und auch die individuelle Förderung der Schüler wird sicher gestellt. So hat das Kultusministerium allein Stunden im Umfang von 1.300 Lehrerstellen für Intensivierungsstunden zur Verfügung gestellt.

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle dankt zugleich den Lehrkräften für deren Engagement zugunsten der jungen Generation.


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