Bayerns Kultusminister Dr. Spaenle betont die Leistungsfähigkeit und Chancengerechtigkeit des Bayerischen Gymnasiums

"Die Leistungen des Bayerischen Gymnasiums und die damit verbundene Ausbildungsqualität der Schülerinnen und Schüler dürfen nicht schlecht geredet werden", reagierte Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle auf die jüngsten Aussagen der Vorsitzenden der Gymnasialeltern Bayern und des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes zur Situation an den Gymnasien.

11.05.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Im Einzelnen führte der Minister dazu aus:

  1. Das Bayerische Gymnasium geht von einem ganzheitlichen Bildungsansatz aus. Es bereitet die Schülerinnen und Schüler gut darauf vor, sich selbständig Kompetenzen zu erwerben und Qualifikationen zu erweitern. Darauf wurde bei der Weiterentwicklung des Lehrplans 2008 besonders Wert gelegt.

  2. Bayern setzt gerade beim achtjährigen Gymnasium auf eine ausgeprägte individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler - auf die bei Eltern und Schülern geschätzten Intensivierungsstunden. Allein hierfür stehen im laufenden Schuljahr 1.300 Planstellen zur Verfügung.

  3. Die Quote der Pflichtwiederholer konnte seit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums deutlich gesenkt werden, nämlich von 3,1 Prozent auf 1,7 Prozent. "Das belegt die Chancen und die Qualität der gesteigerten individuellen Förderung", so der Minister.

  4. Die Beliebtheit des Bayerischen Gymnasiums schlägt sich auch in den Jahr für Jahr steigenden Übertrittsquoten zum Gymnasium nieder.

  5. Die Beschlüsse zum achtjährigen Gymnasiums von April 2008, die zum laufenden Schuljahr umgesetzt wurden, haben positive Wirkungen für Schüler gezeigt. Die neue Stundentafel mit flexiblen Intensivierungsstunden, eine Kürzung des Lehrplans sowie organisatorische Maßnahmen zum Nachmittagsunterricht kommen den Schülerinnen und Schülern entgegen und bilden die Basis für die Regelform des neuen Gymnasiums. Das pädagogische Konzept wird mit dem Elternbeirat vor Ort abgesprochen. Die Beschlüsse wurden im Einvernehmen von Eltern, Lehrkräften und Direktoren im April 2008 getroffen.

  6. Um den Schülern der Oberstufe ein breites Angebot an Wahlmöglichkeiten zu unterbreiten, weist Minister Spaenle den Gymnasien für das kommende Schuljahr jeweils zusätzlich zu dem bereits erhöhten Stundenbudget weitere Stunden im Umfang von bis einer Lehrkraft zu.

  7. Die Bayerische Staatsregierung wird ab dem Schuljahr 2011/12 gebundene Ganztagsangebote an den Gymnasien für die unteren Jahrgangsstufen einführen. Dies war auf Initiative der Staatsregierung beim Bildungsgipfel mit den Kommunen im Februar dieses Jahres beschlossen worden. Gegenwärtig bietet mehr als die Hälfte der Bayerischen Gymnasien offene Ganztagsangebote an. Darüber hinaus können die Schüler in unterschiedlicher Weise Hausaufgabenbetreuung, Tutorenangebote und Arbeitsgemeinschaften in Anspruch nehmen. Hierfür stehen den staatlichen Gymnasien zusätzliche Mittel zur eigenen Bewirtschaftung zur Verfügung.

"Dadurch wird Schule stärker als bisher als Lebensraum erfahren", so der Minister abschließend.


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