"Die Zusammenarbeit von Haupt- und Realschule fördert Begabungspotentiale unserer Schüler"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat nun 16 Kooperationsmodelle für Haupt- und Realschule in allen bayerischen Regierungsbezirken genehmigt - vom oberbayerischen Brannenburg bis Hofheim in Unterfranken, von Arnsdorf in Niederbayern bis Neusäß in Schwaben reicht das geographische Spektrum der Standorte.

19.06.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Schularten soll Begabungspotentiale unserer Schüler noch besser erkennen und fördern helfen." Das ist das zentrale Ziel der Kooperation von Haupt- und Realschulen für Minister Spaenle.

Bei der Ausschreibung hatte Minister Spaenle auf "individuelle Vorschläge" gesetzt. "Sie entsprechen den Bedürfnissen der Schulfamilie vor Ort und nutzen deren Kreativität und Potential." Als Ergebnis sollen "best-practice-Beispiele" der Kooperation von Haupt- und Realschulen entstehen.

Minister Spaenle weiter: "Ich möchte die Durchlässigkeit unseres differenzierten Schulwesens erhöhen - zum Vorteil für unsere Kinder und Jugendlichen. Dieses sichert mit den eigenständigen Schularten wie der Grund-, Haupt-, Real- und Wirtschaftsschule sowie Gymnasien und den beruflichen Schulen eine sehr hohe Bildungsqualität. Aber die Chancengerechtigkeit für alle Schüler möchte ich ausweiten." Im Rahmen der Kooperationsmodelle können die Schulen den Übertritt von Schülern von der 5. und 6. Klasse Hauptschule in die nächst höhere Jahrgangsstufe der Realschule durch zusätzliche Intensivierungskurse fördern und schwächere Realschüler an ihrer Schule "stabilisieren". Darüber hinaus ergänzen die Kooperationsmodelle bestehende qualitativ hochwertige wohnortnahe Schulangebote, und zwar durchaus mit dem Ziel, dass mehr Schüler den Realschulabschluss erreichen.

Der Pflichtunterricht findet auch an den Standorten der Kooperationsmodelle weiterhin in der jeweiligen Schulart statt, also für Realschüler in der Realschule und für Hauptschüler in der Hauptschule. "Kooperationen dagegen sind in allen Förder- und Intensivierungsangeboten möglich", ergänzte Minister Spaenle.

Minister Spaenle erklärte abschließend: "Wir sind damit ein gutes Stück vorangekommen. Weitere Kooperationsmodelle sind möglich, u.a. auch die zwischen Hauptschulen und Wirtschaftsschulen."

Die Kooperation von Haupt- und Realschule war von den beiden Regierungsparteien CSU und FDP im Koalitionsvertrag vereinbart worden.


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