"Keinerlei Anlass, Schauergeschichten in die Welt setzen"

Kultusminister Dr. Spaenle stellte heute anlässlich einzelner Meldungen zur Übertrittssituation auf das Bayerische Gymnasium richtig: "Es besteht keinerlei Anlass, Schauergeschichten in die Welt zu setzen und dadurch Lehrer, Eltern und Schüler zu beunruhigen. Weder stehen Zuwachsraten von 10 % im Raum, noch läuft das Bayerische Gymnasium Gefahr, als Massenlehranstalt zu verkommen."

05.06.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Im Durchschnitt ist mit einer Erhöhung der Übertrittsquote um 2 % zu rechnen", so der Minister. "Dies ist weder Ausdruck einer veränderten Gymnasialstruktur, noch der Untergang des gegliederten Schulsystems." Minister Spaenle zeigte sich erstaunt über die neuerliche Politisierung der Übertrittszahlen: "Es ist doch positiv, dass das achtjährige Gymnasium bei Eltern und Schülern anerkannt ist und sich dies auch in einem erhöhten Übertrittsverhalten widerspiegelt. Insbesondere freue ich mich, dass es gerade in den ländlichen Regionen Bayerns mehr Anmeldungen gibt."

Dass dennoch nicht alle Schüler des Gymnasiums die allgemeine Hochschulreife erwerben, sondern einige z. B. nach dem mittleren Schulabschluss das Gymnasium verlassen, um auf die Fachoberschule zu wechseln, sei weder als Scheitern der Schüler, noch der Schulart zu begreifen: "Wir müssen endlich davon abkommen, einen Schulwechsel pauschal als Misserfolg zu werten. Das differenzierte bayerische Schulwesen hat es sich zum Ziel gesetzt, den Schülern je nach Begabung unterschiedliche Möglichkeiten zum erfolgreichen Abschluss zu bieten."


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