Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle: Mittelschule eröffnet Schülern mehr Bildungschancen

"Die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule eröffnet Schülern künftig mehr Bildungschancen", so Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zu seinem Konzept. "Mit Hilfe von eigenverantworteten Schulverbünden sichern wir zudem organisatorisch wohnortnah ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot", ergänzte Minister Spaenle.

26.06.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle entwickelt mit seinem Konzept die Hauptschule inhaltlich zu einer attraktiven weiterführenden Schulart mit stark berufsorientierter Ausrichtung weiter. Die Alleinstellungsmerkmale der Hauptschule werden in der "Mittelschule" weiter ausgebaut, nämlich:

  1. Die berufliche Orientierung wird verstärkt und die Schüler werden intensiver auf eine berufliche Ausbildung vorbereitet. Dazu dient auch die institutionelle Kooperation mit Berufsschule, Wirtschaft und Agentur für Arbeit.

  2. Der mittlere Bildungsabschluss wird an das Niveau der Wirtschafts- und Realschule herangeführt und vergleichbar.

  3. Schüler werden deshalb innerhalb des Klassenverbandes bereits ab der 5. Klasse in den Hauptfächern differenziert und zusätzlich gefördert – auch mit Blick auf einen späteren mittleren Bildungsabschluss. Der Klassenlehrer bekommt dabei eine Schlüsselrolle.

  4. Darüber hinaus soll jede Mittelschule den Schülern ein Ganztagsangebot unterbreiten.

"Es geht bei der Weiterentwicklung der Hauptschule zur Mittelschule nicht um ein neues ,Türschild`, sondern um eine qualitative Fortentwicklung zugunsten unserer Schüler", so der Minister.

Organisatorisch sichert der freiwillige Zusammenschluss von Hauptschulen in eigenverantworteten Schulverbünden für die Schüler das wohnortnahe hochwertige Bildungsangebot der Mittelschule. Ziel der Schulverbünde ist es, möglich viele Haupt- und Mittelschulen in der Fläche Bayerns zu erhalten.


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