Kultusminister Spaenle zum zweiten Kongress der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste an der LMU München

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle betonte anlässlich des heute statt findenden 2. Kongresses der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste (MSD): "Im Mittelpunkt unserer Arbeit muss das einzelne Kind stehen und die Frage, wie wir es am besten fördern können." Bayern begrüßt die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung mit dem Ziel, dass möglichst viele Schüler mit Behinderung Regelklassen besuchen." Deshalb sieht die optimale Unterstützung der Kinder und Jugendlichen eine differenzierte Förderstrategie vor – in Bayern werde "Integration durch Kooperation" praktiziert.

01.04.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Kooperationsklassen in Bayern. Der Minister betonte den unverzichtbaren Beitrag der Sonderpädagogik für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf. Er hob den aktuellen Bezug der Tagung im Hinblick auf die UN-Konvention hervor. Prof. Heimlich, LMU München, führte aus, dass die Kooperationsklassen und die Zusammenarbeit mit den Mobilen Sonderpädagogischen Diensten unerlässliche Bausteine für einen gemeinsamen Weg von Förderschule und allgemeiner Schule sind.

Fachvorträge von Ministerialrat Erich Weigl (Bay. Kultusministerium), Prof. Kiel (LMU München) und Prof. Heimlich leiten den Kongress ein. 22 Workshops von Lehrkräften der Grund-, Haupt- und Berufsschulen und Lehrkräften des MSD stellen die Arbeit in Kooperationsklassen in allen Ebenen der Schulentwicklung in Bayern dar. Die Kinder und Jugendlichen mit ihren individuellen Bedürfnissen werden dabei ebenso berücksichtigt wie die Gestaltung des gemeinsamen Unterrichts, die Zusammenarbeit im Team, die Erstellung von Schulkonzepten oder die Verbesserung der Außenkontakte von Schulen.

Im Jahr 2003 sind erste wichtige Anstrengungen in Sachen Integration von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der allgemeinen Schule unternommen worden. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung verstärkt die Impulse auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem, das in seiner breiten Förderkulisse den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen gerecht wird.


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