Kultusstaatssekretär Freller: "Schulische Filmarbeit gibt Kindern Orientierung in der Medienwelt -

"Ein Kind, das schon einmal einen Film gedreht hat, hat eine Ahnung davon, wie das Filmemachen funktioniert. Es durchschaut auch die Tricks und weiß, wie der Regisseur durch Gestaltung Gefühle beeinflussen kann. Deshalb ist die Gestaltung von Filmen wesentliche Voraussetzung für den mündigen Umgang mit dem Medium Film", unterstrich Kultusstaatssekretär Karl Freller anlässlich der Eröffnung des ersten Kurses für Lehrkräfte an Kompetenzzentren Film die Bedeutung des Themas Film in der schulischen Bildung. "Schulische Filmarbeit gibt unseren Kindern Orientierung in der Medienwelt", so der Staatssekretär.

31.03.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bereits 2003 nahmen die ersten 14 Kompetenzzentren Film ihre Arbeit auf, Schulen, an denen engagierte Lehrkräfte Fortbildungen im Bereich der kreativen Filmarbeit durchführen. Um eine flächendeckende Verteilung in ganz Bayern zu erreichen, werden im Frühjahr 2006 nun 17 weitere Schulen als Kompetenzzentren Film ausgestattet.

Das heute in München gestartete Modellprojekt soll Lehrkräfte zu Referenten an diesen Kompetenzzentren Film qualifizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Fortbildung, die insgesamt vier Lehrgangswochen umfasst und mit einer Zertifizierung abschließt, sollen ihr Wissen und Können nicht nur an der eigenen Schule einsetzen, sondern auch die Schulen der jeweiligen Region betreuen. Dazu gehört vor allem die Durchführung von Lehrerfortbildungen sowie die Beratung von Kolleginnen und Kollegen bei Filmprojekten, aber auch die ästhetische, dramaturgische, technische und organisatorische Betreuung von Videoprojekten an der Schule.

Ziel der Fortbildungsreihe sei es, das Thema Film in der schulischen Bildung besser zu verankern, so Freller. �Film hat sich im 20. Jahrhundert wohl zum gesellschaftlich wichtigsten Leitmedium entwickelt�, betonte der Staatssekretär. Daher dürfe man das Medium Film, das bislang in der Schule häufig noch zu kurz komme, nicht aus dem Blick verlieren.

Als Schirmherr des Projektes fungiert Regisseur Helmut Dietl. Dank der Unterstützung namhafter Unternehmen der Medienindustrie wie der Bavaria Film GmbH, den Firmen Apple und Canon, der BLM und der Vision Kino GmbH stellt die Qualifizierungsmaßnahme nicht nur in Hinblick auf die Inhalte, sondern auch auf die Rahmenbedingungen ein Novum dar. So garantieren beispielsweise hochkarätige Referenten von der Hochschule für Fernsehen und Film in München und von der Bavaria Film GmbH ein anspruchsvolles Niveau der Ausbildung.

"Kein Medium entwickelt eine solche Suggestiv- und Überzeugungskraft wie der Film", unterstrich Freller. "Daher muss der Film auch in der schulischen Pädagogik eine wichtige Rolle spielen."


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