"Nachhaltige Erziehung zu Werten schützt vor Gewalt - Keine Spontanaktionen als Reaktion auf Winnenden"

"Wir setzen auf eine nachhaltige, auf Werte ausgerichtete Erziehung der Persönlichkeit und wollen in diesen Prozess die Schüler ganzheitlich einbinden", betonte Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden.

18.03.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wir wollen keine Spontanaktionen, sondern setzen unsere Anstrengungen konsequent fort, Gewalt vorzubeugen und die gewaltfreie Bewältigung von Konflikten in der Schule einzuüben", ergänzte der Staatssekretär. "Säulen unseres Konzepts sind vor allem unsere Werteinitiative ,Werte machen stark` und unsere schulischen Aktivitäten zur Gewaltprävention."

Zum Schuljahr 2006/2007 hatte Kultusminister Siegfried Schneider die Initiative "Werte machen stark" ins Leben gerufen. Ziel ist es, dass Schulen unter Einbindung von Partnern aus Gesellschaft und Politik die Werteerziehung und Persönlichkeitsentwicklung der Schüler ins Zentrum der schulischen Arbeit stellen.

Mit Programmen wie "Prävention im Team", bei dem Lehrkräfte, Verbindungsbeamte der Polizei und soziale Einrichtungen eng zusammenarbeiten, stärken Bayerns Schulen die Kompetenz der jungen Menschen, Konflikte zu bewältigen. Damit soll verhindert werden, dass die Schüler zu Tätern oder zu Opfern von Gewalttaten werden.

Kultur der Aufmerksamkeit in der Schulfamilie nötig

Eine Kultur der Aufmerksamkeit hatte in der vergangenen Woche bereits Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gefordert. Alle bayerischen Schulen waren 2002 vom Kultusministerium aufgefordert worden, gemeinsam mit der Polizei und den Sachaufwandsträgern ein Sicherheitskonzept zu erarbeiten. Im Blick auf die Forderung nach mehr Kontrollen und stärkeren Sicherheitsvorkehrungen an Schulen weist Kultusstaatssekretär Huber darauf hin: "Schulen sind geschützte Räume, aber sie sind keine Festungen."


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