"OB Ude lässt Münchner Gymnasiasten im Stich - Kinder als Druckmittel für Geldforderung missbraucht"

"Oberbürgermeister Ude und Bürgermeisterin Strobl lassen die Gymnasiasten ihrer Stadt im Stich. Ich bin über dieses unverantwortliche Verhalten des OB tief enttäuscht." So kommentierte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Absage der Landeshauptstadt München, aufgrund der hohen Nachfrage von Schülern nach der Aufnahme in die 5. Klasse eines Gymnasiums die Deckelung auf 50 Eingangsklassen an städtischen Gymnasien aufzuheben. Für das kommende Schuljahr hatten sich in München insgesamt 4806 Schüler für die Jahrgangsstufe 5 angemeldet, das sind rund 190 mehr als im vergangenen Jahr. Von den 4806 Schülern hatten sich allein 1.845 an städtischen Gymnasien angemeldet. Rund 350 waren abgewiesen worden.

19.05.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Minister Spaenle wies auf die Sondersituation an den Gymnasien für zwei Jahre bis 2011 hin.

"Der Freistaat Bayern hatte deswegen aufgrund der hohen Nachfrage von Schülern der Stadt München angeboten, staatliche Lehrkräfte an städtische Gymnasien abzuordnen. Außerdem hatte ich gestern im Gespräch mit Bürgermeisterin Strobl angeboten, dass an staatlichen Gymnasien drei zusätzliche Eingangsklassen eingerichtet werden", ergänzte der Minister. Die Stadt hätte also ihrerseits ebenfalls nur drei zusätzliche Eingangsklassen einrichten müssen. Offensichtlich sind dem Stadtregiment die Schüler keine 100.000 Euro wert. "Lieber benutzt der Oberbürgermeister die Kinder der Stadt als bildungspolitische Manövriermasse in Finanzstreitigkeiten mit dem Staat, das ist für mich nicht nachzuvollziehen", so Minister Spaenle. "Kinder dürfen nicht als Druckmittel für Geldforderungen der Stadt missbraucht werden", warnt Minister Spaenle.

Kultusminister Spaenle hatte immer wieder wie bereits sein Amtsvorgänger Siegfried Schneider die Stadt ermahnt, als Sachaufwandsträger die erforderlichen Räume für Gymnasien zur Verfügung zu stellen. Auf der Basis der notwendigen räumlichen Erweiterung der Gymnasien, für die die Landeshauptstadt München rechtlich zuständig ist, hätte der Freistaat nämlich die neuen Klassen komplett in staatliche Gymnasien aufnehmen können.


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