300 Schulleiter/innen gedenken Amoklauf-Opfern

Auf der landesweiten Schulleitungstagung der Bildungsgewerkschaft GEW haben heute (13.03.) in Stuttgart 300 Schulleiter/innen aus ganz Baden-Württemberg an die Opfer des Amoklaufs in Winnenden erinnert. "Angesichts der schrecklichen Ereignisse gewinnt die Schulleitung und ihre Verantwortung für die Schule an Bedeutung. Wir setzen uns als Bildungsgewerkschaft dafür ein, dass im Mittelpunkt unserer Arbeit der Einsatz für eine Gesellschaft steht, in der das Leben jedes Einzelnen mit seinen Stärken, Schwächen und Problemen höchste Wertschätzung erfährt, jedes Individuum geachtet und beachtet wird, um solche erschütternden Gewalttaten vermeiden zu können", sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

13.03.2009 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW setzt sich für mehr Zeit für die Schulleitungen und bessere Fortbildungsangebote ein. "Kultusministerium und die Schulträger behandeln Schulleiterstellen so, als seien es Nebenjobs. Die Chefs an der Schule brauchen mehr Zeit und bessere Fortbildungsangebote", sagte Moritz. Der Schulexperte Prof. Michael Schratz aus Innsbruck sagte, Schulleitungen müssen die Richtung vorgeben, individuelles Engagement organisieren, Charakterstärke beweisen und durch ihre organisatorische Leistungsfähigkeit eine Schulgemeinschaft bilden.

"Was nützt den Schulleitungen dieser größere Gestaltungsspielraum für die Schulen, wenn gleichzeitig mehr statt weniger Bürokratie entsteht und wir Schulleiterinnen und Schulleiter kostbare Zeit nicht für die Qualitätsentwicklung, sondern zum Ausfüllen von Statistiken einsetzen müssen," so Moritz.

Schulleitungstagung GEW: www.gew-bw.de/Page5414.html

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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