54.000 Unterschriften für kleinere Schulklassen

Die GEW unterstützt die Elternproteste für kleinere Klassen und bessere Unterrichtsversorgung und schlägt die sofortige komplette Aufhebung der gesamten Stellensperre vor. "Die Art, wie Ministerpräsident Günther Oettinger die Diskussion über zusätzliche Stellen blockiert, hängt wohl damit zusammen, dass er schon lange keine öffentliche Schule in Baden-Württemberg mehr von innen gesehen hat und nicht mehr weiß, unter welchen Bedingungen dort gelernt und gearbeitet werden muss", sagte am Mittwoch (10.10.07) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

10.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Heute hat in Stuttgart eine Elterninitiative 54.000 Briefe für kleine Klassen an Kultusminister Helmut Rau überreichen. "Wir bekommen über unser Internetportal immer noch Meldungen, dass es an Lehrern mangelt. Um den Pflichtunterricht zu sichern, wurden an den Schulen Arbeitsgruppen und Förderunterricht gestrichen, oft mussten Klassen zusammengelegt werden. Die GEW appelliert an die Landesregierung, die Eltern ernst zu nehmen, kurzfristig weitere Lehrerinnen und Lehrer einzustellen und den Klassenteiler zu senken", so Dahlem.

Aus dem Internetportal Unterrichtsversorgung:

"Eine Frechheit, dass Minister Rau verlauten lässt, der Pflichtunterricht sei gesichert; der blanke Hohn, wenn ich an unserer Schule schaue."

"Kinderland BW?! Wo liegen die Vorteile für solche Schulen mit besonderem Profil, wie wir sie waren. Verschlechterung pur!"

"Das Glas ist allmählich voll, vielleicht finden sich auch im Realschulbereich mutige Schulleiter, die ihre Probleme nach außen tragen."

"Der Sterbeprozess der Hauptschule wird durch die verkündeten Maßnahmen nur um ein bis zwei weitere Jahre in die Länge gezogen."

Beispiele für schlechte Unterrichtsversorgung: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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