Ahnen: Schulleitungen weiter unterstützen und entlasten

"Die Besetzung von Schulleitungspositionen in Rheinland-Pfalz gelingt der Schulaufsicht deutlich besser als von Lehrerverbänden und -gewerkschaften behauptet. Auch wenn Wiederbesetzungen nicht immer automatisch und nahtlos erfolgen können, gab und gibt es keinen Grund für die in der jüngsten Vergangenheit zum Teil völlig übertriebene Darstellung der Situation." Das stellte Bildungsministerin Doris Ahnen heute mit Blick auf eine jetzt vorliegende Vollerhebung der aktuellen Lage durch Schulaufsicht und Bildungsministerium fest. Auf eine Große Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hatte die Schulaufsicht alle Besetzungsverfahren für Schulleitungen im Land untersucht und ausgewertet.

16.10.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

In den 1.715 Schulen im Land sind nach dieser Vollerhebung aktuell 89 Schulleiterstellen – das entspricht einem Anteil von gut 5 Prozent – nicht besetzt. Fast die Hälfte der aktuell nicht besetzten Schulleiterstellen, nämlich 43 Stellen, ist zudem erst mit dem Beginn dieses Schuljahres freigeworden. Der Anteil der seit längerer Zeit freien Schulleiterstellen liegt also bei knapp 2,7 Prozent aller Schulleiterstellen. Bei den Stellvertreterposten in den Schulleitungen ist die Lage ganz ähnlich, von 91 derzeit freien Stellvertreterposten sind 44 erst zum Schuljahresbeginn freigeworden.

"Bildungsministerium und Schulaufsicht werden sich auch weiterhin darum bemühen, Schulleitungspositionen so schnell wie möglich wiederzubesetzen. Fortsetzen werden wir auch die Anstrengungen dafür, dass Schulleitungsposten für Bewerberinnen und Bewerber attraktiv sind", betonte Doris Ahnen und verwies unter anderem auf den 2004 gestarteten Stufenplan zur Anhebung der Anrechnungsstunden, mit denen Mitglieder von Schulleitungen von Unterrichtsverpflichtungen freigestellt werden. Bereits jetzt erhielten die Schulen im Land Anrechnungsstunden für die Schulleitung im Gegenwert von mehr als 1.200 Vollzeitlehrerstellen. Nachdem seit 2004 bereits Lehrerwochenstunden im Gegenwert von 70 Vollzeitstellen für Schulleitungsaufgaben zusätzlich in die Schulen gegeben worden seien, werde dieser Gegenwert in den nächsten beiden Schuljahren durch weitere Zuweisungen zur Entlastung von Schulleitungsmitgliedern von Unterrichtsaufgaben auf 100 Lehrerstellen steigen. "Erst am Montag dieser Woche hat die FDP im Saarland die rheinland-pfälzische Praxis bei der Freistellung von Schulleitungen gerade in Grundschulen gelobt. Wir werden jedenfalls unseren Kurs einer gezielten Entlastung und Unterstützung von Schulleitungen weiter fortsetzen", hielt Bildungsministerin Ahnen fest.


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